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Erfolgsrezepte

Den Erfolgsfaktor haben viele. Aus Erfolgsaussichten auch wirklich ein Erfolgserlebnis zu machen, schaffen nur wenige. Angst vor Misserfolg sollte keiner haben. Und der Schlüssel zum Erfolg: Wo und wie findet man ihn?

Immer häufiger ist die Rede davon, dass wir in einer Erfolgsgesellschaft leben, also in einer Gesellschaft mit lauter Erfolgsmenschen, auf denen der Erfolgszwang lastet. Der Begriff Erfolg soll hier aber nicht nur verstanden werden als ein Anspruch des Einzelnen an sich selbst, erfolgreich zu sein, sondern auch als notwendiges Ziel. Dem Ziel, in einer schnelllebigen Gesellschaft nicht unterzugehen. Erfolgreich sein und bleiben, kann man allerdings oft nur zu Lasten des Fair Play.

Ein steiniger Weg

Zwei Männer in Anzügen laufen durch ein Zielband. Dahinter sind noch zwei Männer auf der Laufstrecke

Sind Sie ein fairer Gewinner?

Gerade in den letzten Jahrzehnten hat sich das Wertesystem verändert: Jeder ist sich selbst der Nächste und die anderen, die Gesellschaft, ist den meisten weniger wichtig. Daher kämpft der erfolgsverwöhnte Mensch mit allen Mitteln, um nicht plötzlich erfolglos zu sein und ausrangiert zu werden. Dabei kommt es nicht selten vor, dass der eigene Erfolg auf Kosten des Erfolges eines Mitmenschen geht.

Früher hieß es "Erfolg ist die Frucht der Ausdauer" – aber ist das heute noch aktuell? Natürlich führen auch heute noch harte Arbeit und ein langer Atem zum Erfolg. Oft sind es aber auch Glück oder unlautere Wettbewerbsmittel, die Erfolgsaussichten versprechen. Gerade hieraus ergibt sich ein Teufelskreis, denn wer sich einmal im Glanze des Erfolges gesonnt hat, der möchte nicht mehr zurück auf die Schattenseite und ist unter Umständen dann sogar zu jeder Schandtat bereit.

Erfolg zieht an

Mit dem beruflichen Erfolg geht manchmal auch der Erfolg beim anderen Geschlecht einher. Nicht umsonst sagt man Erfolg macht sexy, denn sowohl Männer wie auch Frauen bringen Erfolg mit Macht, Anerkennung und Geld in Verbindung.

Erfolg – das Wort

Zwei Hände ineinander

Erfolg geht auch Hand in Hand

Aber was steckt nun hinter diesem Wort, dass es solch eine Anziehungskraft ausübt? Erfolg ist aus dem Verb erfolgen gebildet, was ursprünglich soviel wie einholen bedeutete – also ein Ziel erreichen. Die Bedeutung dieses Verbs hat sich jedoch im heutigen Sprachgebrauch verändert und lässt sich mit die Folge sein erklären, wobei Folge sowohl zeitlich, als auch kausal verstanden werden kann.

Das abgeleitete Substantiv Erfolg wird erst im 17. Jahrhundert gebräuchlich und meint soviel wie gutes Ergebnis oder glücklicher Ausgang. Heute jedoch steckt mehr dahinter. Aktuelle Definitionen schließen immer eine Zielgerichtetheit mit ein, wie zum Beispiel: positives Ergebnis einer Bemühung oder Eintreten einer beabsichtigten, erstrebten Wirkung.

Erfolg – die Verbindungen

Eine Leiter, die sich zum Himmel reckt

Hoch hinauf auf der Erfolgsleiter!

Auch sprachlich wird deutlich, welch einen hohen Stellenwert der Erfolg in der Gesellschaft hat, denn nur zu häufig muss es als Bestimmungswort für viele zusammengesetzte Substantive herhalten: aus einem guten Trainer wird ein Erfolgstrainer, aus einem positiven Wahlausgang wird ein Wahlerfolg und die Serie mit hohen Einschaltquoten wird zur Erfolgsserie, um nur einige wenige zu nennen.

Seine Beliebtheit als Vor- oder Nachsilbe kommt nicht von ungefähr, denn jedes Wort wird durch den Erfolg bereichert und strahlt plötzlich Sieg, Triumph oder Glück aus. Genauso findet er sich in vielen deutschen Sprichwörtern oder Redewendungen wieder. In der Redewendung Seine Bemühungen waren von Erfolg gekrönt ist der Erfolg die metaphorische Krone, die den Handlungen einer Person aufgesetzt und so mit etwas Royalem, Königlichem verbunden wird.

Das Erfolgsrezept?

Erfolg ist in, das ist klar. Aber was ist das Erfolgsrezept der Erfolgreichen, um die Erfolgsleiter hinauf zu klettern? Vermutlich haben alle Erfolgsmenschen ein eigenes Erfolgsgeheimnis, das sie niemals verraten würden. Aber wie kommt man überhaupt bis zur ersten Sprosse der Erfolgsleiter?

Mein Erfolgsverständnis

Erfolg steht auf einem Ausfahrtschild an der Autobahn

Finden Sie Ihren Weg!

Um diese Frage zu beantworten, muss sich jeder damit auseinandersetzen, was Erfolg für ihn oder sie bedeutet – und wie es sich in einer Erfolgsgesellschaft wie der unsrigen leben lässt? Gerade meine Generation, die der jungen Menschen zwischen 20 und 30, hört so oft von Politikern, dass auf uns ein hoher Erfolgsdruck lastet. Wir müssen härter arbeiten und bessere Leistungen erbringen als die Generationen vor uns, um unser Land und unsere Gesellschaft weiterhin erfolgreich aufrecht zu erhalten.

Bisweilen war und ist Erfolg für mich immer sehr eng an gute Noten geknüpft: früher in der Schule und heute an der Universität. Da ist man eben schulisch erfolgreich, oder macht einen erfolgreichen Abschluss, wenn man was werden will. Und nach der Universität: Was wird Erfolg denn dann für mich bedeuten? Meine Hoffnung: ich möchte mein eigenes Erfolgsrezept finden, um beruflichen Erfolg mit privatem Erfolg zu verbinden.

Liebet eure Feinde

Ein Mann steckt seinen Kopf in den Sand

Das sollte man bei einem Misserfolg nicht tun!

Aber schließlich noch kurz zum Feind des Erfolges, dem Misserfolg. Diese vier schlichten Buchstaben Miss bilden den Gegensatz dieses schönen Wortes. Misserfolg bedeutet jedoch nicht bloß das Fehlen eines Erfolges, sondern birgt viel mehr in sich: ein Scheitern, ein Misslingen. Allzu ernst sollte man den Erfolgsdruck und die Angst vor Misserfolgen jedoch nicht nehmen. Man sollte es lieber mit dem amerikanischen Automobilhersteller Henry Ford halten: "Misserfolg ist auch die Chance, es beim nächsten Mal besser zu machen". Na dann, viel Erfolg für uns alle!



Fragen zum Text

Auf dem Weg zum Erfolg steigt man sprichwörtlich die ... hinauf.

1. Erfolgstreppe

2. Erfolgsleiter

3. Erfolgsstiege

Sonnt sich jemand im Glanze eines Erfolgs, dann …

1. liest jemand Erfolgsberichte.

2. genießt jemand seinen Erfolg.

3. trägt jemand eine Erfolgskrone in Form einer Sonne auf dem Kopf.

Jemand, der nicht erfolgreich ist, sollte …

1. nicht den Kopf in den Sand stecken.

2. stur bleiben.

3. sich vor jeden Karren spannen lassen.

Arbeitsauftrag:

Was bedeutet es für Sie persönlich, Erfolg zu haben? Schreiben Sie einen Text, in dem Sie ein Erfolgserlebnis aus Ihrem Leben beschreiben. Lesen Sie den Text in der Gruppe vor und diskutieren Sie darüber.

Autorin: Katharina Boßerhoff

Redaktion: Beatrice Warken

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