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Kultur

Erfolgsrezept Schönheit

Was macht einen Menschen eigentlich schön? Haben es schöne Menschen leichter? Welche Bedeutung hat Schönheit in unserer Gesellschaft? In den Zeiten der plastischen Chirurgie wird Schönheit zu einem Wirtschaftsfaktor.

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Wahl der Miss Germany

Am vergangenen Samstag (26. Januar 2002) wollten es 22 junge Frauen mal wieder wissen und traten in Berlin zur Wahl der "Miss Germany" an. Die 24jährige Berlinerin Katrin Wrobel darf sich seitdem mit dem Titel schmücken. Die Auszeichnung wurde vor 75 Jahren zum ersten mal vergeben. Mit einer Blümchenkrone wurde Hildegard Quandt in Berlin 1926 zu schönsten Frau Deutschlands gekürt. Aber das Thema Schönheit beschäftigt die Menschen schon wesentlich länger.

Schönheit ist eine Modeerscheinung

"Spieglein, Spieglein an der Wand, wer ist die Schönste im ganzen Land", wollte schon Schneewittchens Stiefmutter wissen. Doch heute würde die Antwort vermutlich anders lauten als vor ein paar hundert Jahren. Schönheitsideale ändern sich. Einst waren es üppige Formen, wie sie der Maler Rubens verehrte. Heute hat der androgyne Körper einer Kate Moss diese vollschlanken Damen abgelöst. Auch eine Marilyn Monroe hätte mit ihren vollen Hüften im Jahr 2002 kaum Chancen auf den Schönheitstitel. Der Schönheitschirurg Axel Neuroth bringt es auf den Punkt: "Die Schönheit ist wandelnden Modeströmungen unterlegen, wenn es um Ideale geht. Schönheit ist aber überzeitlich."

Symmetrie und Durchschnittlichkeit

Was wir als schön empfinden, hängt weniger von kulturellen und temporären Einflüssen ab, als von der Biologie. Nach wissenschaftlichen Erkenntnissen hat unser Gehirn ganz bestimmte Regeln, nach denen es entscheidet. Wichtig sind Symmetrie und Durchschnittlichkeit. Wer nämlich glaubt, Schönheit sei etwas Außergewöhnliches, liegt gänzlich falsch. Unser Gehirn wäre damit überfordert, sich alle Gesichter zu merken. Deshalb erstellt das Gehirn aus verschiedenen Gesichtern ein Durchschnittsgesicht, einen sogenannten Prototyp.