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Kultur

Erfolgsfaktor Kultur? Europa im globalen Wettbewerb

Machtlos und ressourcenarm wirkt Europa im globalen Maßstab. Doch sein Einfluss ist groß – auch wegen der Exportgüter Kultur und Bildung. Wird Kultur ein zunehmend wichtiger Erfolgsfaktor? Fragen bei einer DW-Diskussion.

Bildmontage mit Atomium, Eiffelturm, Big Ben und dem schiefen Turm von Pisa

Klein und alt. Von Krisen geschüttelt, von Schulden geplagt. Und nun auch noch zerstritten. Europa gibt auf der internationalen Bühne derzeit kein gutes Bild ab. Dennoch sind der internationale Einfluss und die Aufmerksamkeit, die man Europa widmet, noch immer groß.

Das mag nicht zuletzt an wichtigen europäischen "Exportartikeln" liegen: Kultur, Bildung und Wissen. Gut möglich, dass solche kulturelle Faktoren mehr und mehr eine Schlüsselrolle im Wettbewerb um die Weltöffentlichkeit einnehmen werden.

Teilnehmer einer Diskussionsveranstaltung der Deutschen Welle und der Hertie School of Governance vom 19.09.2011 /Foto: Gustav Butenhoff, Copyright: Hertie School of Governance

Helmut Anheier, Moritz Rinke, Gero Schließ, Eleonore Büning, Michael Kretschmer

Doch wie positionieren sich Europa und Deutschland in diesem Wettbewerb? Gibt es schon oder entsteht so etwas wie eine europäische Kulturpolitik? Fragen, die am Montag (19.09.2011) in Berlin bei einer Diskussion der Deutschen Welle und der Hertie School of Governance unter dem Titel "re:thinking tomorrow" zur Sprache kamen.

Mit Fußball um die Welt

Moderiert von Gero Schließ (Deutsche Welle), ging es dabei um die Rolle der auswärtigen Kulturpolitik. Jörg Schumacher, per Leitung zugeschaltet vom Goethe-Institut Ramallah, plädierte für eine enge Zusammenarbeit mit Kultur-Akteuren vor Ort. Eleonore Büning (Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung) warnte vor dem neokolonialen Gestus westlicher Kulturpolitik. Schriftsteller Moritz Rinke dagegen berichtete unter dem Stichwort "Mit Goethe um die Welt" von persönlichen Begegnungen - auch mit fußballbegeisterten Autoren-Kollegen auf der ganzen Welt.

Helmut Anheier, Dekan der Hertie School of Governance, bezeichnete die gegenwärtigen Strukturen auswärtiger Kulturarbeit als nicht zukunftsfähig und forderte gemeinsame europäische Konzepte - im Gegensatz zum Bundestags-Abgeordneten Michael Kretschmer (CDU), der sich für einen nationalen Fokus aussprach. Einige Thesen der Diskutanten finden Sie hier zum Hören.


Autoren: Gero Schließ, Regine Kreitz
Redaktion: Aya Bach

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