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Fußball

Erfolgreicher deutscher EM-Einstand

Die deutsche Fußball-Nationalmannschaft der Frauen hat in Norwegen einen tollen Turnierauftakt hingelegt. Das Team von Bundestrainerin Silvia Neid kam im ersten EM-Spiel gegen Norwegen zu einem überzeugenden Sieg.

Die deutschen Frauen feiern Torschützin Bajramaj (Foto: AP)

Die deutschen Frauen feiern Torschützin Bajramaj (r.)

Garefrekes und die Norwegerin Huse im Kampf um den Ball (Foto: AP)

Garefrekes (r.) und die Norwegerin Huse im Zweikampf.

Es war ein Traumstart für die deutschen Fußballerinnen, das Unternehmen EM-Titelverteidigung hätte kaum besser beginnen können. Dank einer starken Leistung haben die deutschen Spielerinnen die Hoffnungen auf den siebten Triumph geschürt. Der zweimalige Welt- sowie sechsmalige Europameister setzte sich im ersten Spiel der Gruppe B in Tampere in Finnland gegen Mitfavorit Norwegen klar mit 4:0 durch und ist damit seit mittlerweile 21 EM-Spielen in Folge ungeschlagen.

Vorgabe der Bundestrainerin umgesetzt

Bresonik freut sich über ihren verwandelten Foulelfmeter (Foto: AP)

Bresonik freut sich über ihren verwandelten Foulelfmeter

"Wir wollen unbedingt mit einem Sieg in die EM starten", hatte Bundestrainerin Silvia Neid zuvor als Parole ausgegeben. Und ihr Team setzte die offensive Vorgabe engagiert und konzentriert um. Vor rund 7500 Zuschauern dominierte die Auswahl des Deutschen Fußball-Bundes in der Anfangsphase und ließ die Norwegerinnen kaum zur Entfaltung kommen. Nach stark vorgetragenen Angriffen vergaben Inka Grings, Melanie Behringer und Linda Bresonik allerdings die sich bietenden Chancen. Zudem wurde ein Treffer von Grings wegen einer Abseitsstellung nicht anerkannt. Erst nach rund einer halben Stunde fiel der längst überfällige Treffer für das deutsche Team. Nach einem Foul von Maren Mjelde an Rekordnationalspielerin Birgit Prinz verwandelte Mittelfeldspielerin Bresonik den fälligen Foulelfmeter mit etwas Glück und markierte damit ihren fünften Länderspieltreffer.

Erst am Ende Tore wie am Fließband

Mittag sorgte für den Treffer zum zwischenzeitlichen 3:0 (Foto: AP)

Mittag (l.) sorgte für das Tor zum zwischenzeitlichen 3:0.

Nach dem Seitenwechsel rührte die deutsche Mannschaft mit ihrem Auftritt weiter die Werbetrommel für die WM 2011 im eigenen Land. Die Deutschen, in deren Kader 16 Weltmeisterinnen von 2007 stehen, scheiterten aber weiter an ihrem eigenen Unvermögen oder an der norwegischen Torhüterin Ingrid Hjelmseth. Grings, Garefrekes und Prinz vergaben erneut hochkarätige Möglichkeiten. In den letzten Minuten drehte die deutsche Elf noch einmal so richtig auf und war endlich auch erfolgreich. Zweimal schlug Fatmire Bajramaj (90. und 90.+4) zu, dazwischen gelang Anja Mittag (90.+2) der Treffer zum zwischenzeitlichen 3:0. "Dass wir das zweite Tor solange nicht machen, tut meinen Nerven gar nicht gut. Aber unter dem Strich bin ich mit der Leistung der Mannschaft sehr zufrieden. Dass sie die taktischen Vorgaben so gut umsetzt, ist absolut genial", bilanzierte die sichtlich erleichterte DFB-Cheftrainerin Silvia Neid nach dem ersten großen Schritt Richtung EM-Titelverteidigung. "Hier mit drei Punkten und vier Toren gegen einen starken Gegner zu starten, tut sehr gut. Aber wir können uns jetzt nicht zurücklehnen und werden uns genauso konzentriert auf das zweite Spiel gegen Frankreich vorbereiten", ergänzte Neid.

Die nächsten EM-Gegner der deutschen Frauen

Beste Spielerinnen auf Seiten der Deutschen, die in den weiteren Gruppenspielen auf Frankreich (27. August, 16.30 Uhr MESZ) und Island (30. August, 15.00 Uhr MESZ) treffen, waren Melanie Behringer, Kim Kulig und Linda Bresonik. Bei den Norwegerinnen konnte lediglich Torfrau Hjelmseth überzeugen.

Autor: Calle Kops

Redaktion: Wolfgang van Kann

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