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Aktuell Kultur

Erfolgreiche Weltpremiere: Nina Hoss in "Phoenix"

Das Nachkriegsdrama von Christian Petzold feierte beim Filmfest in Toronto Weltpremiere. Die Schauspielerin Nina Hoss glänzt in der Rolle einer KZ-Überlebenden, die nach ihrem verlorenen Leben sucht.

Für das Publikum in Toronto sind Schauspielerin Nina Hoss und Regisseur Christian Petzold keine Unbekannten: Auch ihre gemeinsamen Werke "Barbara" und "Jerichow" wurden hier in den vergangenen Jahren frenetisch gefeiert.

Die Weltpremiere von "Phoenix" erhielt beim 39. Toronto International Film Festival am Freitagabend minutenlangen Applaus. Das Nachkriegsdrama erzählt die Geschichte der ehemaligen Sängerin Nelly Lenz, deren Gesicht im Konzentrationslager durch eine Schusswunde komplett entstellt wurde. Wie ein Phönix aus der Asche erlangt die tot geglaubte Jüdin Nelly wieder das Bewusstsein. Sie wurde mehrfach operiert. Nur so konnte ihr Leben gerettet werden. Ihr Gesicht ähnelt ihrem früheren nur noch sehr entfernt. Als sie im Nachkriegssommer 1945 zu ihrem Mann (Ronald Zehrfeld) zurückkehrt, erkennt dieser sie nicht wieder. Es beginnt ein verworrenes Spiel um die Inszenierung und den Verlust von Identität, als Nelly sich als ihr eigenes Alter Ego ausgibt.

Nina Hoss erklärte dem Publikum nach der Premiere, dass sie von der Reaktion der kanadischen Zuschauer auf eine entscheidende Situation gegen Ende des Filmes positiv überrascht gewesen sei. "Ich zittere immer noch ein bisschen vor Aufregung", gestand die Schauspielerin. Die Nachkriegsgeschichte ist im Rennen um den begehrten Publikumspreis des Filmfestes, den in Toronto traditionell die Zuschauer wählen und der am 14. September bekanntgegeben wird. In Deutschland startet "Phoenix" am 25. September in den Kinos.

Deutschland ist in diesem Jahr mit 31 Filmen, darunter Koproduktionen und Dokus, in der kanadischen Metropole vertreten.

so/an (dpa, Verleih piffl-Medien)