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Musik

Erfolg für Major-Labels: Musikstreaming zählt auch für Album-Charts

Bereits seit 2014 werden die Streamingzahlen zusätzlich zu den Verkaufszahlen der Tonträger bei der Ermittlung der deutschen Single-Charts berücksichtigt. Nun gilt das auch für die deutschen Album-Charts.

Der Konsum von Musik beschränkt sich schon seit langem nicht mehr nur auf das Hören von gekauften CDs oder Vinyl-Platten. Die Anzahl der Streamingdienste wie Spotify, Napster, Deezer oder Apple Music wächst ständig. Das Smartphone oder das Tablett ermöglichen mit der jeweiligen App das kostenfreie Hören oder das Downloaden von Tracks gegen Gebühr. Eigentlich verständlich, dass die Streaming-Zahlen auch in die Album-Charts einfließen sollen, die vom deutschen Marktforschungsunternehmen GfK Entertainment im Auftrag des Bundesverbandes Musikindustrie (BVMI) ermittelt werden.

Florian Drücke, Geschäftsführer Bundesverband Musikindustrie (Foto: picture-alliance/dpa)

Erfolg für Florian Drücke

Dazu sagte Dr. Florian Drücke, Geschäftsführer des BVMI: "Die deutschen Musikfans hören Musik auf buchstäblich allen Kanälen und in jeder möglichen Form; von der Schallplatte bis zur Datenwolke, vom einzelnen Song bis zum Album." Diese vielfältige Nutzung müssten die offiziellen Deutschen Charts als zentraler Spiegel für Musikerfolge nun auch abbilden, um den Markt zuverlässig und in seiner Gesamtheit darzustellen. "Nicht zuletzt mit Blick darauf, dass Streaming im vergangenen Jahr einen neuen Wachstumsrekord hingelegt hat und inzwischen in Deutschland fast 14 Prozent der Umsätze ausmacht", so Geschäftsführer Drücke.

Die Umsetzung

Ab diesen Freitag werden nun die zwölf meistgespielten Tracks einer Platte gewertet. Es müssten jedoch mindestens sechs Lieder eines Albums gestreamt werden, so die Regeln. Die beiden meistgespielten Stücke eines Albums werden nicht mit den tatsächlich erzielten Streams berücksichtigt, da diese bereits einen starken Einfluss auf die Single-Charts haben. Werbefinanzierte Gratis-Angebote sollen außen vor bleiben. Bei Streamingdiensten wie Spotify und Deezer machen diese einen Großteil der Nutzung aus.

Die Gewinner

Natürlich ist diese veränderte Ermittlungsweise der Album-Charts ein Erfolg für die großen Plattenlabels. Wie auch schon bei den Single-Charts haben die Konzerne nun die Möglichkeit, die Zahlen der Album-Verkäufe nach oben zu schieben. Dadurch, dass die meisten Nutzer sich keine kompletten Alben, sondern nur einzelne Tracks gestreamt haben, waren die Verkäufe der Alben in den vergangenen Jahren stark zurückgegangen.

cp / as (dap, BVMI,heise.de)

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