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Kultur

Erfinder der "Simpsons" ist tot

Der US-amerikanische Produzent Sam Simon, Miterfinder der legendären Zeichentrickserie und mehrfacher Emmy-Preisträger, wurde nur 59 Jahre alt. Sein Vermögen vermacht der Multimillionär wohltätigen Zwecken.

Simon sei am Montag einem Darmkrebsleiden erlegen, teilte sein Agent mit. Die Krankheit war schon 2012 diagnostiziert worden. "Ein großer Mann. Ich verdanke ihm alles", schrieb Al Jean, ein Freund und Kollege Simons, auf Twitter. Sein Tod sei ein "großer Verlust".

Simon begann seine Showbusiness-Karriere als Drehbuchschreiber von Sitcom-Serien wie "Taxi" und "Cheers". Zusammen mit Matt Groening und James L. Brooks entwickelte er Ende der 1980er Jahren "Die Simpsons", die weltweit Kultstatus erlangten. Insgesamt sieben Emmy-Awards brachte ihm die Geschichten um Familienvater Homer, seine Gattin Marge und die Kinder ein, zwei weitere erhielt er als Autor der "The Tracey Ullman Show".

Sam Simon stieg zwar 1993 nach vier Staffeln aufgrund interne Querelen bei den "Simpsons" aus, wurde aber weiter als Produzent aufgeführt und an den Einnahmen beteiligt. Die Abfindung, die er für die Comicserie erhielt, beläuft sich laut der Film- und Kinodatenbank IMDB auf jährlich zehn Millionen Dollar.

Ein Herz für Bedürftige

Sam Simon

Sam Simon investierte sein Geld in karitative Zwecke

Nach seinem Ausstieg widmete sich Simon vorwiegend Wohltätigkeitsprojekten. 2011 gründete er die "Sam Simon Foundation", die damals bereits auf 23 Millionen Dollar geschätzt wurde und sich für hungernde Menschen und Hunde einsetzt. Außerdem spendete der Multimillionär an Organisationen wie "PETA", "Save the Children" und "Sea Shepherd Conservation Society" und gründete eine Tierschutz-Stiftung, um Straßenhunde zu retten und sie als Assistenzhunde einzusetzen. Der Internetdienst TMZ berichtete, dass Simon sein ganzes Vermögen karitativen Einrichtungen vermacht hat.

suc/jb (dpa, afp)