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Aktuell Europa

Erdogan-Tochter feiert Hochzeit in Istanbul

Party des Jahres in Istanbul: Etwa 6000 Gäste waren zur Hochzeit einer Tochter des türkischen Staatschefs Recep Tayyip Erdogan geladen. Die Feier fand unter größten Sicherheitsvorkehrungen statt.

Sümeyye Erdogan und der Sohn eines türkischen Unternehmers hatten für die Feier einen exklusiven Ort am Marmarameer ausgewählt, berichtet die Zeitung "Hürriyet". Die beiden sind Berichten zufolge erst seit März verlobt. Die Polizei hatte mehrere Straßen gesperrt. Schaulustige bekamen die Präsidententochter nicht zu Gesicht, wohl aber die geladenen Gäste, unter denen sich nicht nur hochrangige Vertreter aus der türkischen Politik sondern auch aus Ländern wie Katar und Pakistan befanden.

Sümeyye Erdogan studierte an der Indiana University in den USA und erwarb einen Abschluss an der London School of Economics. Sie war später als außenpolitische Beraterin der konservativ-islamischen Partei für Gerechtigkeit und Entwicklung (AKP) ihres Vaters tätig, als dieser Ministerpräsident war. Nach Erdogans Wahl zum Präsidenten im Jahr 2014 stellte sie die Arbeit für die Partei ein. Sie ist stellvertretende Vorsitzende einer proislamischen Frauengruppe, der Vereinigung für Frauen und Demokratie (Kadem).

Erdogans Schwiegersohn arbeitet im Rüstungssektor

Der 1980 geborene Bräutigam, Selcuk Bayraktar, studierte türkischen Medien zufolge ebenfalls in den USA, unter anderem am renommierten MIT in Pennsylvania. Der Familie des Bräutigams gehört der Baykar-Konzern. Die Firma ist im Verteidigungssektor aktiv und produziert unter anderem Drohnen.

Polizei sichert die Hochzeitsfeier (Foto: picture-alliance/dpa/S. Suna)

Die Hochzeitsfeier fand unter größten Sicherheitsvorkehrungen statt

Der türkische Präsident Erdogan und seine Frau Emine haben vier Kinder: Seine älteste Tochter Esra ist mit Energieminister Berat Albayrak verheiratet. Der älteste Sohn Burak machte mit Reedereigeschäften Millionen. Der andere Sohn Bilal ist ebenfalls Unternehmer. Im Zusammenhang mit Korruptionsvorwürfen gegen ihn und seinen Vater geriet er wiederholt in die Schlagzeilen.

HF/wl (afp, dpa)