Erdogan lehnt TV-Duell ab | Aktuell Welt | DW | 08.05.2018
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Türkei

Erdogan lehnt TV-Duell ab

Keine Sendezeit für den Rivalen: Vor der Präsidentenwahl in der Türkei will es Staatschef Erdogan nicht auf einen öffentlichen Schlagabtausch mit seinem Herausforderer von der größten Oppositionspartei ankommen lassen.

"Insbesondere Debatten im Fernsehen möchte ich auf keinen Fall machen", sagte Recep Tayyip Erdogan auf die entsprechende Frage einer Journalistin in Ankara. Der türkische Präsident und Chef der islamisch-konservativen AKP wies damit eine Forderung des oppositionellen Kandidaten Muharrem Ince zurück. Als Grund gab Erdogan an, er wolle nicht, dass irgendjemand gemeinsame Auftritte mit ihm ausnutze, um sich Vorteile zu verschaffen.

Türkische Träume 

Ince hatte zuvor - an die Adresse Erdogans gerichtet - erklärt: "Lasst uns im Fernsehen diskutieren und von unseren Träumen über die Türkei erzählen." Der Kandidat der sozialdemokratischen CHP, der größten Oppositionspartei des Landes, sagte zudem, er wolle sich vor den Wahlen am 24. Juni mit allen Bewerbern treffen, auch mit dem inhaftierten pro-kurdischen HDP-Politiker Selahattin Demirtas.

Muharrem Ince (picture alliance/AP Photo)

Erdogan-Gegner: Muharrem Ince

Erst kürzlich hatte Ince die türkischen Medien aufgerufen, mehr über die Opposition zu berichten. Während die Vorstellung des AKP-Wahlprogramms durch Erdogan am Sonntag auf allen wichtigen Kanälen live übertragen wurde, hatten wichtige Nachrichtensender wie CNN Türk und NTV sowie der Staatssender TRT den Wahlkampfauftakt der CHP keine Sendezeit eingeräumt.

Neben Ince und Demirtas treten die frühere Innenministerin Meral Aksener (Iyi-Partei) und Temel Karamollaoglu (Saadet Partei) gegen Erdogan an - wohl ohne reelle Chancen auf einen Wahlsieg zu haben. Parallel zur Präsidentenwahl wird in der Türkei ein neues Parlament gewählt. 

wa/haz (dpa)

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