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Terror in der Türkei

Erdogan: Attentäter von Istanbul wollte "Chaos" verbreiten

Nach dem Anschlag in Istanbul sei die Türkei weiterhin entschlossen, den "Kampf gegen den Terrorismus" fortzusetzen, so Präsident Recep Tayyip Erdogan. Auch andere Vertreter der Weltpolitik meldeten sich zu Wort.

Tayyip Erdogan (Reuters/Presidential Palace/M. Cetinmuhurdar)

Recep Tayyip Erdogan, hier am 14. Dezember in Ankara, will den Terrorismus weiter bekämpfen

Der Attentäter habe mit dem Anschlag auf den Istanbuler Nachtclub "die Moral unseres Landes zerstören und Chaos verbreiten" wollen, indem er "gezielt Zivilisten" attackiert habe, erklärte Erdogan. Die Türkei wolle weiterhin alles Notwendige für die Sicherheit der Bürger tun. Bereits vor dem Anschlag in der Silvesternacht hatte der Präsident in einer Rede zum Jahreswechsel von einem "neuen Unabhängigkeitskrieg" gesprochen. Das Land werde von hinter Terrororganisationen stehenden Mächten scharf angegriffen. Welche Mächte das seien, ließ Erdogan offen.

Russland sagt Unterstützung zu

Wladimir Putin sicherte der Türkei unterdessen Unterstützung im Kampf gegen den Terrorismus zu. "Es ist unsere Pflicht, entschlossen Widerstand gegen die terroristische Aggression zu leisten", schrieb der russische Präsident in einem Telegramm an seinen türkischen Kollegen. Es sei schwer, sich "ein zynischeres Verbrechen vorzustellen als den Mord an Zivilisten auf dem Höhepunkt des Neujahrsfestes".

Auch Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu äußerte sich zu dem Anschlag – und verwies dabei auf die deutsche Regierungschefin: "Kanzlerin Merkel hat am Wochenende gesagt, was wir schon seit vielen Jahren sagen: Dass die größte Bedrohung der globalen Zukunft der Terror des radikalen Islams ist", sagte Netanjahu bei der wöchentlichen Kabinettssitzung in Jerusalem. Der Anschlag in Istanbul beweise dies erneut.

Merkel spricht Erdogan ihr Beileid aus

Bundeskanzlerin Angela Merkel sprach dem türkischen Präsidenten ihr Beileid aus. Wie ein Sprecher mitteilte, erklärte sie: "Wieder haben Terroristen in Ihrem Land zugeschlagen. In Istanbul haben sie einen menschenverachtenden, hinterhältigen Anschlag auf Menschen verübt, die gemeinsam den Jahreswechsel feiern wollten." Auch das Auswärtige Amt reagierte auf den Anschlag. Man trauere mit den Menschen in Istanbul, schrieb das Ministerium auf Twitter.

Papst Franziskus verurteilte den Anschlag und rief beim Angelus-Gebet am Neujahrstag alle Menschen guten Willens dazu auf, dem Terrorismus entgegenzutreten. "Leider hat die Gewalt auch in der Nacht der Glückwünsche und Hoffnungen zugeschlagen", sagte er auf dem Petersplatz vor rund 50.000 Gläubigen. Er werde für die Toten und Verletzten sowie für ihre Angehörigen und das ganze türkische Volk beten.

hk/sti (dpa, afp)

 

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