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Aktuell Nahost

Erbitterte Schlacht um Kobane

Unterstützt von den Luftangriffen der USA und deren Verbündeten haben die Kurden in Kobane die Terrormiliz IS zurückgedrängt. Trotzdem geht der Kampf um die syrische Stadt an der Grenze zur Türkei mit aller Härte weiter.

Weitere Luftangriffe der internationalen Koalition und eine kurdische Offensive sollen die vorrückende Terrormiliz "Islamischer Staat" (IS) in der syrischen Stadt Kobane zumindest gestoppt haben. Der Beschuss und das Bombardement aus der Luft seien sehr effektiv gewesen, sagte der kurdische Behördenvertreter Idris Nahsen.

Effektive Luftschläge

Nach Angaben der US-Armee wurden bei vier Luftangriffen südlich von Kobane ein gepanzerter Truppentransporter, drei Fahrzeuge und ein Artillerie-Geschütz zerstört.
Außerdem seien IS-Ziele südwestlich von Kobane und am Südrand der Stadt attackiert worden. Weiterhin griffen Kampfflugzeuge der US-geführten Koalition ein Ausbildungslager nahe der IS-Hochburg Rakka sowie einen Panzer bei Deir Essor an. An dem Militäreinsatz in Syrien sind die USA und fünf arabische Verbündete beteiligt.
Die strategisch wichtige Stadt Kobane an der Grenze zur Türkei, die auf Arabisch Ain al-Arab heißt, ist seit Wochen umkämpft. Trotz erbitterter Gegenwehr kurdischer Milizen und der internationalen Luftangriffe waren die IS-Dschihadisten am Montag erstmals in das Stadtgebiet eingedrungen.

Verletzte können kaum aus der Stadt gebracht werden

Kurdische Kämpfer, die über die Grenze in die Türkei kamen, beschreiben die Lage als dramatisch. "Die Situation ist schlechter, als die Menschen denken." Viele Menschen seien schwer verletzt und es sei wegen der Gefechte kaum möglich, sie alle aus der Stadt zu bringen.

Die dramatische Lage bringt auch die Regierung in Ankara in Bedrängnis. Im kurdisch dominierten Südosten der Türkei kamen bei Demonstrationen für den Schutz Kobanes mindestens 14 Menschen ums Leben, wie örtliche Medien übereinstimmend berichten. Die meisten der Opfer seien bei Zusammenstößen zwischen Islamisten und Anhängern der verbotenen kurdischen Arbeiterpartei PKK getötet worden.

Diese drohte, sollte Ankara nicht den Fall Kobanes an den IS verhindern, werde sie die seit zwei Jahren laufenden Friedensverhandlungen abbrechen.

uh/SC (dpa,afp,rtr)