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Wirtschaft

E.ON-Chef Bernotat tritt 2010 ab

Überraschung auf der Hauptversammlung von E.ON: Chef Wulf Bernotat hat seinen Rückzug für Mai nächsten Jahres angekündigt. Der Top-Manager will seinen Vertrag bei dem Energiekonzern nicht verlängern.

Wulf Bernotat, Vorsitzender des Vorstandes der E.ON AG, im Porträt vor dem E-ON-Logo (Foto: dpa)

Wulf Bernotat, Vorstandsvorsitzender der E.ON AG

Der Vorstandschef von E.ON, Wulf Bernotat, will im nächsten Jahr seinen Posten beim größten deutschen Energieversorger räumen. Er stehe für eine Verlängerung seines dann auslaufenden Vertrages nicht zur Verfügung, sagte der 60-Jährige am Mittwoch (06.05.2009) bei der Hauptversammlung von E.ON in Essen. Damit macht er den Weg für einen Führungswechsel in der Düsseldorfer Zentrale frei.

Im kommenden Jahr werde er 62 Jahre alt und wolle sich noch einmal neuen Herausforderungen stellen, so Bernotat weiter. Er sprach dabei von Aufgaben "mit internationaler Dimension". Jetzt sei der richtige Zeitpunkt, "E.ON mit gutem Gewissen an einen Nachfolger zu übergeben".

Umsatz von E.ON gesteigert

Eon-Fahne (Foto: ap)

Trotz Krise: E.ON machte gute Gewinne

Der Konzern sei international so breit aufgestellt wie kein anderer europäischer Energiekonzern. Bei seinem Ausscheiden im kommenden Mai würden "alle Weichen für eine erfolgreiche Weiterentwicklung" gestellt sein. Derzeit werde noch die Konzernstruktur weiter verbessert.

Er versprach den Aktionären, sich auch in den kommenden zwölf Monaten mit ganzer Kraft für das Unternehmen einzusetzen. Bernotat ist seit 2003 Chef des Energiekonzerns. Unter seiner Führung steigerte E.ON den Umsatz von 37 Milliarden Euro auf 86 Milliarden Euro. 2009 seien Erlöse in der Größe von etwa 100 Milliarden Euro wahrscheinlich, sagte Bernotat in Essen.

Stellvertreter Teyssen als Nachfolger?

Der Überschuss war unter Bernotats Leitung von 2,7 Milliarden im Geschäftsjahr 2002 auf 7,7 Milliarden Euro im Jahr 2007 gestiegen. Allerdings sank er 2008 nach Abschreibungen auf das US-Geschäft und Zukäufe in Italien, Frankreich und Spanien auf 1,6 Milliarden Euro. Seine größte Niederlage erlitt Bernotat, als er im Frühjahr 2007 den spanischen Stromriesen Endesa übernehmen wollte - und im Bieterkampf gegen den Rivalen Enel aus Italien und die spanische Acciona unterlag.

Aufsichtsratschef Ulrich Hartmann sagte, dass Bernotats frühe Entscheidung dem Aufsichtsrat die Möglichkeit gebe, die Vorstandspersonalien in Ruhe zu planen. Mehr wolle er zu diesem Zeitpunkt zu diesem Thema aber nicht sagen. Als möglicher Nachfolger ist seit längerem der stellvertretende Vorstandschef Johannes Teyssen im Gespräch, der bereits das operative Tagesgeschäft verantwortet. (heb/as/ap/dpa/rtr)

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