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Wirtschaft

EON bestätigt Rekordverlust

Der Energieriese hat bestätigt, was die Medien schon gestern unkten: Hohe Abschreibungen auf alte Kohle- und Gaskraftwerke haben dem Konzern einen Rekordverlust beschert.

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Eon in der Krise

Der größte deutsche Energiekonzern Eon hat im dritten Quartal 2015 einen Verlust von fast sieben Milliarden Euro geschrieben. Der Fehlbetrag in Höhe von 6,985 Milliarden Euro erkläre sich durch die schon im September angekündigten Wertberichtigungen von 8,3 Milliarden Euro, teilte Eon am Mittwoch in Düsseldorf mit. Gründe dafür seien der deutliche Rückgang der Rohstoff- und Energiepreise auf den globalen Energiemärkten sowie die Lage auf dem Strommarkt. Der Umsatz belief sich zwischen Juli und September auf knapp 27 Milliarden Euro.

An seiner Prognose für das Gesamtjahr hält Eon fest. Das Unternehmen erwarte weiterhin einen Gewinn zwischen 1,4 und 1,8 Milliarden Euro, teilte Eon mit. Das Quartal sei zwar "sehr bewegt und ereignisreich" gewesen und das Umfeld auch weiterhin "äußerst schwierig", erklärte Finanzvorstand Michael Sen. Im operativen Geschäft komme Eon aber gut voran, unter anderem weil zwei Offshore-Windparks in der Nordsee nun vollständig in Betrieb seien, ebenso wie ein Kraftwerksprojekt in Russland.

Konzernumbau im Zeitplan

Bei dem geplanten Umbau des Konzerns liege Eon im Zeitplan, erklärte Konzernchef Johannes Teyssen. Das Kohle- und Gasgeschäft von Eon soll zum Januar in eine eigene Gesellschaft namens Uniper abgespalten werden. "Die Führungsmannschaften von Eon und Uniper stehen bereit", erklärte er. Die Mitarbeiter wüssten nun, in welchen Teams sie zukünftig arbeiteten.

Eon leidet wie seine Konkurrenten unter dem Verfall der Strompreise. Die Kohle- und Gaskraftwerke verdienen immer weniger. Bereits im vergangenen Jahr war Eon deshalb in die tiefroten Zahlen gerutscht. 2014 stand unter dem Strich ein Verlust von rund 3,1 Milliarden Euro. 2013 hatte Eon noch einen Gewinn in Höhe von 2,09 Milliarden Euro gemacht.

wen/zdh ( rtr, dpa, afpd)

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