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#speakup!

Entwicklungsminister bei #speakup!-Reihe

„Nur wenn Menschen sich frei informieren und äußern können, dann können sie auch ihre Rechte einfordern.“ Mit diesen Worten wandte sich Dr. Gerd Müller an Vertreter aus Politik, NGOs und Medien.

Deutschland Berlin #speakup!-Gespräch der DW Akademie (DW/T. Kleinod)

DW Akademie Projektpartner Jeremiah Sam, Lina Abdel Aziz und Bundesminister Dr. Gerd Müller bei #speakup! in Berlin

In einem Land wie Deutschland, werde freie Meinungsäußerung oft als selbstverständlich angesehen, mahnte Christian Gramsch, Direktor der DW Akademie, bei der Begrüßung der rund 90 Gäste im Berliner Quadriga Forum. „Meinungsfreiheit ist ein Gut, das wir jeden Tag neu verteidigen und das wir uns immer wieder neu erkämpfen müssen.“

Mit der Eventreihe #speakup! informiert die DW Akademie über die Bedeutung von Medien- und Meinungsfreiheit in einer globalisierten Welt. Ein dringendes Anliegen: Denn mehr als 80 Prozent aller Menschen wird das Menschenrecht auf freie Meinungsäußerung beschnitten oder verwehrt.

 

Müller: Medienpädagogik in Schullehrplänen verankern

Deutschland Berlin #speakup!-Gespräch der DW Akademie (DW/T. Kleinod)

Bundesminister Müller gibt Stimme für Meinungsfreiheit ab

Auch der Bundesminister mahnte zu mehr Engagement für die Medien- und Informationsfreiheit – gerade in Zeiten von ‚Hate Speech‘ und ‚Fake News‘ – und dankte ausdrücklich der DW Akademie für ihren Einsatz: „Freie Meinungsäußerung ist die Basis für Demokratie und Rechtsstaatlichkeit.“ Mit Blick auf künftige Entwicklungsprojekte forderte der Minister, in Schulen „Medienpädagogik zu verankern“. Ebenfalls notwendig sei die „grundlegende Ausbildung von Journalistinnen und Journalisten, um verantwortungsvoll mit Informationen umzugehen“.

 

Berichte aus Beiruter Flüchtlingslager

Im Austausch mit Projektpartnern der DW Akademie und weiteren Experten ging es anschließend um die Situation in Ghana und im Libanon. Lina Abdel Aziz, Projektmanagerin der NGO Basmeh and Zeitooneh („Ein Lächeln und eine Olive“) und Chefredakteurin der Facebook-Plattform „Campji“, berichtete aus dem Beiruter Flüchtlingslager Schatila. Im Jahr 2016 wurden zehn junge Männer und Frauen von der DW Akademie zu Bürgerjournalisten ausgebildet. Gemeinsam produzieren sie Videos über die Menschen im Lager. „Für die jungen Geflüchteten ist es wichtig, ihren Anliegen Ausdruck zu verleihen, ihren Hoffnungen, Träumen und Problemen. Sie wollen nicht für den Rest ihres Lebens als Flüchtlinge wahrgenommen werden.“

 

Ghana: Stärkung der Zivilgesellschaft

Jeremiah Sam, Programmdirektor der ghanaischen NGO „Penplusbytes“, erklärte, wie seine Organisation die Abschaltung der Sozialen Medien in Ghana Ende 2016 verhinderte. Aus Sorge vor Ausschreitungen und Gewalt, hatte die Polizei mit einem umfassenden „Internet Shutdown“ gedroht. Sam und sein Team durchsuchten Twitter, Facebook und andere Kanäle. Hinweise auf Unregelmäßigkeiten, Manipulationen oder Gewalt wurden an die Behörden weitergeleitet. „Die Zivilgesellschaft wurde dadurch gestärkt. Bürgerinnen und Bürger konnten sich einbringen und Gehör verschaffen. Das war uns wichtig.“

Auf dem Panel ebenfalls vertreten: Dr. Bernhard Felmberg, Ministerialdirigent im Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ), sowie Christian Mihr, Geschäftsführer von Reporter ohne Grenzen Deutschland.

DW: Breites Engagement für Meinungsfreiheit

Für die Deutsche Welle (DW) ist der Einsatz für Medien- und Meinungsfreiheit ein essentielles Anliegen - bspw. im Rahmen der jährlichen Verleihung des "Freedom of Speech Award". In diesem Jahr ist #speakup! vor Ort u.a. beim Deutschen Evangelischen Kirchentag in Berlin, der UN-Klimakonferenz in Bonn sowie dem Bürgerfest am Tag der Deutschen Einheit in Mainz.