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Aktuell Welt

Entschlossen im Kampf gegen IS-Terroristen

US-Außenminister Kerry hat deutlich gemacht, dass die internationale Allianz gegen die Dschihadisten an einem Strang zieht. Bei einem Strategietreffen geht es auch um IS-Kämpfer, die nach Europa zurückkehren.

IS Trainingscamp im Irak

IS-Trainingscamp im Irak

Vor dem Treffen der Militärkoalition gegen die dschihadistische Terrorgruppe "Islamischer Staat" (IS) hat sich US-Außenminister John Kerry entschlossen gezeigt. "Terroristen wollen uns auseinandertreiben, aber ihre Aktionen haben genau das Gegenteil bewirkt", erklärte Kerry vor Journalisten. "Sie führen uns zusammen."

Der US-Außenminister richtet gemeinsam mit seinem britischen Kollegen Philip Hammond an diesem Donnerstag in London das Treffen der Verbündeten aus. Vertreter der rund 20 beteiligten westlichen und arabischen Staaten wollen dabei über die Fortschritte im Kampf gegen die Miliz im Irak und in Syrien beraten. Nach Angaben aus Washington und London geht es außerdem um das Problem der ausländischen Kämpfer, die nach einer Rückkehr in ihre europäischen Heimatländer eine große Gefahr darstellen.

"Allianz wird ihren Job gut beenden"

Die Koalition sei entschlossen, ihre Arbeit "gut zu Ende zu bringen", machte Kerry deutlich. In den vergangenen Wochen hatten die USA die internationale Gemeinschaft darauf eingestimmt, dass der Kampf gegen die Dschihadisten Zeit brauchen wird. Gegen die Extremisten müsse an allen Fronten vorgegangen werden, sowohl militärisch als auch mit Hilfe der Gesetze und der Geheimdienste, unterstrich Kerry jetzt. Sein britischer Kollege wies darauf hin, dass der Irak auf Monate hinaus nicht in der Lage sein werde, der IS-Terrormiliz militärisch Paroli zu bieten.

Mit am Tisch in London sitzt auch die EU-Außenbeauftragte Federica Mogherini. Im Vorfeld verwies sie nochmals darauf, dass es keinesfalls um einen "Kampf zwischen dem Westen und dem Islam" gehe.

Zwei Syrien-Rückkehrer in NRW festgenommen

In Deutschland ließ die Generalbundesanwaltschaft zwei Syrien-Heimkehrer wegen Verdachts der Mitgliedschaft in einer ausländischen Terrorvereinigung festnehmen. Die Wohnungen der beiden deutschen Staatsbürger Mustafa C. und Sebastian B. in Nordrhein-Westfalen wurden durchsucht.

Die beiden Verdächtigen sollen 2013 über die Türkei nach Syrien gereist sein. Dort schlossen sie sich laut bisherigen Ermittlungen einem Kampfverband an, der sich später in die Dschihadistenmiliz IS eingliederte.

Der IS hatte im Sommer vergangenen Jahres im Zuge einer Großoffensive die Kontrolle über weite Teile im Irak und in Syrien übernommen und dort ein Kalifat ausgerufen. Die USA begannen am 8. August mit Luftangriffen auf IS-Stellungen im Irak. Am 23. September wurde der Einsatz auf IS-Ziele in Syrien ausgeweitet. An der "Operation Inherent Resolve" beteiligen sich mehrere arabische und europäische Verbündete.

se/mak (afp, ape)