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Fußball

Entscheidung über Hertha-Einspruch

In der Verhandlung um den Einspruch von Hertha BSC gegen die Wertung des Skandalspiels in Düsseldorf wird heute das Urteil gesprochen. Referee Stark hatte massive Vorwürfe gegen Berliner Spieler erhoben.

Schiedsrichter Wolfgang Stark, der vierte Offizielle Markus Wingenbach und der Vorsitzende Richter Hans E. Lorenz (l.-r.) unterhalten sich auf dem Weg in die Verhandlung (Foto: dpa)

Schiedsrichter Wolfgang Stark, der vierte Offizielle Markus Wingenbach und der Vorsitzende Richter Hans E. Lorenz (l.-r.) unterhalten sich auf dem Weg in die Verhandlung

Das Urteil über den Einspruch von Hertha BSC gegen die Wertung des chaotischen Relegations-Rückspiels bei Fortuna Düsseldorf (2:2) wird am heutigen Montag verkündet. Ursprünglich sollte bereits am Freitag (18.05.2012) entschieden werden, ob es ein Wiederholungsspiel geben wird oder nicht. Die Berliner hatten dies gefordert, weil mehrere Tausend Fortuna-Fans bereits vor dem Ablauf der siebenminütigen Nachspielzeit am vergangenen Dienstag das Spielfeld gestürmt hatten. Nach 20-minütiger Unterbrechung hatte Referee Wolfgang Stark die Partie für gut eineinhalb Minuten fortgesetzt.

Unterbrochen, nicht abgepfiffen

In der Verhandlung, bei der Stark aussagte, ging es insbesondere um den Moment, als die Düsseldorfer Fans das Spielfeld stürmten, um den Aufstieg zu feiern. Es stand 2:2 und es waren noch knapp zwei Minuten zu spielen. Stark betonte in diesem Zusammenhang, er habe zu diesem Zeitpunkt das Spiel "nicht abgepfiffen, sondern lediglich unterbrochen". Schließlich habe ihm die Polizei Grünes Licht gegeben, die Partie zu Ende spielen zu lassen. Entgegen der Darstellung des Berliner Managers Michael Preetz sei er vor seiner Entscheidung nicht unter Druck gesetzt worden. Nach dem 1:2 im Hinspiel bedeutete das Unentschieden den Abstieg von Hertha BSC in die 2. Liga.

Düsseldorfer Fans stürmten vor dem Abpfiff des Relegationspiels gegen Herhta den Rasen. Foto: dpa

Düsseldorfer Fans stürmten vor dem Abpfiff des Spiels den Rasen

Schiedsrichter Stark: "Ich hatte Angst"

Im Laufe der Verhandlung hatte Stark aber auch massive Vorwürfe gegen mehrere Berliner Spieler erhoben. So sei der Schiedsrichter nach dem endgültigen Abpfiff des Relegationsspiels zwischen Fortuna Düsseldorf und Hertha BSC (2:2) von mehreren Berliner Spielern im Kabinengang attackiert worden. "Der Spieler Lewan Kobiaschwili hat mit ausgestreckter Faust in meine Richtung geschlagen", sagte der erfahrene Referee, der auch bei der Europameisterschaft in Polen und der Ukraine pfeifen wird. "Ich habe mich weggeduckt, bin dann am Hinterkopf getroffen worden. Einzig das Treppengeländer verhinderte einen Sturz, und das wären fünf bis sechs Meter gewesen."

Auch die Berliner Spieler Christian Lell, Andre Mijatovic und Thomas Kraft hätten ihn bedrängt und mit üblen Worten beschimpft. Die Profis hätten die Schiedsrichter-Kabine stürmen wollen. "Wir mussten die Türen immer wieder zudrücken", berichtete der 42-Jährige. "Ich hatte Angst und war den Tränen nahe und musste mir auf die Lippen beißen. So etwas habe ich noch nicht erlebt." Nach Medienberichten hat Stark gegen einen Hertha-Profi Anzeige wegen Körperverletzung gestellt. Dabei soll es sich um Kobiaschwili handeln. Der DFB will in der kommenden Woche über mögliche Strafen gegen die Hertha-Spieler entscheiden.

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