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Kultur

Enthusiasmus und Beharrlichkeit

Er ist die charismatischste Persönlichkeit in der Kulturpolitik der Bundesrepublik. Jetzt hat Hilmar Hoffmann sein Amt als Präsident des Goethe-Instituts Inter Nationes abgegeben.

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Hilmar Hoffmann, scheidender Präsident des Goethe-Instituts Inter Nationes

Die Laufbahn des zupackenden Kulturmanagers begann in der Ruhrgebietsstadt Oberhausen. Dort war der gebürtige Bremer 1951 jüngster Volkshochschulleiter. Außerdem engagierte er sich für den Film, begründete die Obernhausener Kurzfilmtage und hatte lange deren Leitung inne.

Wirklich legendär ist Hilmar Hoffmanns 20jährige Amtszeit als Frankfurter Kulturdezernent. In der Main-Metropole gelang ihm die Verschränkung von Kultur und Politik in einer Weise, von der seine Nachfolger nur träumen können. Sicherlich darf nicht vergessen werden, dass Hoffmann wesentlich bessere Grundvoraussetzungen hatte: Die Kassen der Stadt waren damals noch gut gefüllt. Geld bot ihm die Möglichkeit, Kulturpolitik aktiv gestalten zu können. Sieben Museen sind das Ergebnis seiner Aktivitäten in Frankfurt. Hoffmann wandelte das Mainufer zum Museumsufer.

Neue Allianzen

Entscheidend für diese Erfolge war Hoffmanns Kulturbegriff. In der Nachkriegszeit waren Kultur und Politik als etwas streng voneinander Getrenntes betrachtet worden. Hoffmann erkannte früher als andere die Verflechtungen von Kultur, Politik und Wirtschaft. Er sah in ihnen ein Potenzial zur Verwirklichung seines Traums: die Demokratisierung der Kultur. Theater, Literatur und Film und Museen sollten allen zugänglich sein.

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