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Kultur

Entführer von sudenesischem Flugzeug ergeben sich

Für die 87 Passagiere eines im Sudan entführten Flugzeugs endete ihr Alptraum mit einem glücklichen Erwachen: Einen Tag nach der Entführung gaben die Luftpiraten auf.

Noch Ende Juli übte eine libysche Anti-Terror-Spezialeinheit den Fall (Bild): Ein entführtes sudanesisches Passagierflugzeug landete in Libyen (Foto: AP)

Noch Ende Juli übte eine libysche Anti-Terror-Spezialeinheit den Fall (Bild): Ein entführtes sudanesisches Passagierflugzeug landete jetzt in Libyen

Die beiden Täter befänden sich in der Gewalt der Behörden, sagte ein libyscher Regierungsvertreter am Mittwoch (27.08.2008) in Kufra. Zuvor hatten die Luftpiraten alle Passagiere auf dem Flugplatz der libyschen Oase Al-Kafra freigelassen, nachdem mehrere von ihnen wegen der Hitze und des Sauerstoffmangels an Bord ohnmächtig geworden waren.

Angehörige einer sudanesischen Rebellengruppe?

Die Entführer hatten die Kontrolle über die Maschine der Gesellschaft Sun Air am Dienstag kurz nach dem Start in der sudanesischen Krisenprovinz Darfur übernommen. Sie bezeichneten sich nach Informationen der Nachrichtenagentur AFP als Mitglieder der Rebellengruppe Sudanesische Befreiungsbewegung (SLM) und wollten mit der gekaperten Maschine nach Paris.

Die Entführer hatten die Boeing 737 mit 87 Passagieren auf einem Inlandsflug im Sudan gekapert. Sie mussten wegen Treibstoffmangels im libyschen Kufra, mehr als tausend Kilometer südöstlich der Hauptstadt Tripolis, landen. Nach einer Nacht ließen sie am Mittwochvormittag alle Passagiere frei, darunter auch Fluggäste aus Ägypten, Äthiopien und Uganda. Mehrere Stunden später teilte die libysche Regierung mit, die Entführer hätten sich ergeben.

Vorwurf: Sudanesische Propaganda

Die Entführer hätten laut dem Piloten zu dem im Exil in Paris lebenden SLM-Anführer Abdel Wahid Mohammed Nur fliegen wollen, berichtete die libysche Nachrichtenagentur Jana. Mohammed Nur wies aber zurück, dass er etwas mit der Entführung zu tun habe und warf Khartum vor, den Vorfall für "Propaganda" zu missbrauchen. Die sudanesische Regierung bezeichnete die Entführer ihrerseits als "Terroristen" und forderte ihre Auslieferung. (mas)

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