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Musik

"Entertainerin des Jahrhunderts"

Man kennt sie rund um die Globus, ganze Generationen haben zu ihrer Musik getanzt. In ihrer 50-jährigen Karriere hat Diana Ross kaum einen Preis ausgelassen. Am 26. März wurde die Soul- und Popikone 70 Jahre alt.

Angefangen hat alles in Detroit im Black-Bottom-Ghetto zwischen einem heruntergekommenen Boxstudio und den Toren des Automobilwerks Ford. Hier hatte die damals noch junge Plattenfirma Motown ihren Sitz, und hier bewarb sich die junge Diana Ernestine Ross um einen Job als Sängerin. Stattdessen stellte Labelchef Berry Gordy sie als Sekretärin ein.

Die Supremes starten durch

Ihre Chance zum Singen bekam sie trotzdem - zusammen mit anderen Schreibkräften fand sie sich im Hintergrundchor für andere Sänger wieder. 1961 wurde Diana mit ihren Schulfreundinnen Florence Ballard und Mary Wildon bei ihrem Chef vorstellig. Berry Gordy taufte das Soul Trio von "Primettes" in "Supremes" um und nahm die drei unter Vertrag.

"Where did our love go" wurde nach acht erfolglosen Singles 1964 der erste Hit der Surpremes, es sollte nur einer von vielen sein. In ihrer neunjährigen Karriere verkauften die Soul-Ladys rund 25 Millionen Platten, 1988 zogen sie gar in die Hall of Fame ein: Kaum zu glauben also, dass Mowtown-Mitarbeiter das Trio aufgrund der anfänglichen Misserfolge schon als "No-Hit Supremes" verspottet hatten.

The Supremes: Mary Wilson, Diana Ross and Cindy Birdsong (Foto: Keystone/Getty Images)

Die Supremes ohne Florence Ballard: Mary Wilson, Diana Ross und Cindy Birdsong

Solopfade

Dass Diana immer mehr in den Vordergrund rückte, gefiel ihren Mitstreiterinnen so gar nicht, und so startete die damals 26-Jährige 1970 ihre Solokarriere. Der brave Bob-Haarschnitt wich einer Lockenmähne, die Kleider wurden enger, und der Schmuck funkelte prachtvoller. Diana entwickelte ihren ganz eigenen glamourösen Stil, und bereits ein halbes Jahr später fand sie sich mit "Ain't No Mountain High Enough" in den Charts wieder.

In den folgenden Jahren sang und schauspielerte sich Diana Ross zum schillernden Star. Ihre Stimme stand für eine ganze Ära und vereinte Soul-Leidenschaft, Funk-Power, Pop und Discokultur in sich. 1972 debütierte Diana in der Hollywood-Biographie "The lady sings the Blues" in der Rolle der Billie Holiday als Schauspielerin und erhielt für ihre Leistung den Golden Globe. Drei Jahre später folgte der Streifen "Mahogany", für den sie auch den Titelsong "Do You Know Where You're Going To" sang, der abermals Platz eins der Charts erreichte. Sie brillierte am Broadway, bekam eine eigene Show und arbeitete eng mit Weltstars wie Lionel Richie und Michael Jackson zusammen, mit dem sie eine sehr enge Freundschaft verband. Ihr Hit "Muscles" ist nur einer von vielen, die er für Diana schrieb.

Diva-Launen und die Liebe

Sängerin Diana Ross steht bei einer Preisverleihung jubelnd auf einer Bühne (Foto: Getty Images)

Diana Ross - mit vielen Preisen geehrt

Einer der legendärsten Momente ihrer Karriere war das Open-Air-Konzert im New Yorker Central Park im Jahre 1983 vor 750.000 Zuschauern. Die stimmgewaltige Diana Ross sang bei strömenden Regen und hielt bis zum Ende durch. In solchen Momenten sahen ihr die Fans auch gern die Starallüren nach, die man der launischen Diva nachsagte.

In den 1990er Jahren wurde es ruhig um Diana Ross. Ihre Platten schafften es in den USA nicht einmal mehr in die Top 100. Doch die Sängerin ließ sich nicht unterkriegen und zeigte ihr Talent als Geschäftsfrau. Sie kaufte sich als Teilhaberin beim Label "Motown" ein, wo sie ein Viertjahrhundert zuvor ihre Karriere begonnen hatte. Später gründete sie dann ihr eigenes Label "Ross Records". 1996 wurde sie in Monte Carlo mit dem "World Music Award" für ihr Lebenswerk ausgezeichnet, und das Billboard Magazin kürte sie gar zur "Entertainerin des Jahrhunderts".

Recht bescheiden beschrieb Diana Ross einst ihre Laufbahn: "Wenn ich mein Leben und meine Karriere in einem Wort zusammen fassen müsste, dann wäre das: Liebe. Davon singe ich. Die Liebe ist mir am wichtigsten. Es geht nicht um Erfolg und Ehrungen. Dafür ist das Leben selbst einfach zu wunderbar."

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