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Wirtschaft

Enron-Gründer Kenneth Lay ist tot

Der erst vor wenigen Wochen im spektakulären Enron-Betrugsprozess verurteilte Ex-Firmenchef Kenneth Lay ist tot. Die Insolvenz von Enron war eine der größten Pleiten in der US-amerikanischen Wirtschaftsgeschichte.

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Kenneth Lay (Archivfoto von 2004)

Der Gründer und langjährige Chef des Enron-Konzerns starb am Mittwoch (5.7.) im Alter von 64 Jahren an einem Herzinfarkt. Nach dem Zusammenbruch von Enron vor fünf Jahren war Kenneth Lay Ende Mai von einer Jury im texanischen Houston der Verschwörung und des Betrugs schuldig gesprochen worden. Er musste mit einer hohen Haftstrafe - bis zu 165 Jahren - rechnen. Das Strafmaß sollte am 23. Oktober verkündet werden. Im Mittelpunkt des Verfahrens standen Scheingeschäfte, mit denen ein überhöhter Konzerngewinn ausgewiesen wurde.

Das Energieunternehmen zählte einst zu den zehn größten Konzernen der USA und beschäftigte weltweit 20.000 Mitarbeiter. Enron hatte zeitweise einen Börsenwert von mehr als 60 Milliarden Dollar, musste 2001 nach einem Bilanzbetrug in Milliardenhöhe aber Insolvenzantrag stellen.

Inbegriff der Wirtschafts-Kriminalität

Der Enron-Prozess war eines der bedeutendsten Wirtschaftsverfahren in der US-Geschichte. Nach dem Bankrott von Enron im Dezember 2001 verloren mehr als 4000 Beschäftigte ihre Arbeitsplätze. Milliarden von Dollar in den Pensionskassen der Mitarbeiter gingen verloren.

Wegen der massiven Auswirkungen auf Angestellte und Anleger war der Fall Enron auch über die Grenzen der USA hinaus zum Inbegriff von Wirtschaftskriminalität und unternehmerischer Arroganz geworden. Die Pleite und weitere Bilanzskandale führten schließlich zu einem neuen Gesetz, das härtere Kontrollen für börsennotierte US-Unternehmen brachte. (kas/je)

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