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Sport

England verliert und scheidet vorzeitig aus

Als "do-or-die" Spiel wurde die Partie gegen Uruguay bezeichnet. Und die "Three Lions" sind den sportlichen Tod gestorben. Die 1:2-Niederlage und der Sieg Costa Ricas besiegeln das WM-Aus nach der Vorrunde.

Es war ein durchaus munterer Beginn vor 62.000 Zuschauern in Sao Paulo, bei ganz Brasilien-untypischen zwölf Grad. Uruguays Trainer Oscar Tabarez wechselte auf fünf Positionen, brachte seinen Superstar Luis Suarez von Beginn an. Einen Monat nach seiner Meniskusoperation war das auch ein Signal an die Mannschaft. Und auch die Engländer waren sich ihres "Alles-oder-Nichts-Spiels" bewusst. Die erste Chance der Begegnung hatten dann auch die Engländer. Wayne Rooney setzte den Ball aus aussichtsreicher Freistoßposition aber nicht nur über die Mauer, sondern auch knapp am Tor vorbei (10. Minute). Der 28 Jahre alte Offensivspieler von Manchester United hatte bisher in keinem seiner neun WM-Spiele einen Treffer erzielt. Und auch in der 31. Minute sollte sich daran vorerst nichts ändern. Denn nach einem Freistoß von Steven Gerrard köpft Rooney aus zwei Metern nur an die Latte. Englands Fußballer des Jahres zeigte dann, wie es geht. Denn Luis Suarez nutzte in der 39. Minute die erste richtige Möglichkeit Uruguays zur 1:0-Führung für den WM-Halbfinalisten von 2010. Nach einem Konter hatte Edinson Cavani perfekt auf den Kopf von Suarez geflankt. "El Pistolero" hatte dann keine Mühe und ließ Joe Hart im Tor der Engländer keine Chance. England zur Pause unter Schock!

Luis Suarez setzt England K.o.

Fifa WM 2014 Uruguay England

Luis Suarez schießt Uruguay zum Sieg über England.

Englands Schockstarre hielt auch zu Beginn der zweiten Hälfte an. Die Südamerikaner spielten die "Three Lions" schwindelig. Erst war es erneut Suarez, der in der 49. Minute nur knapp an Joe Hart scheiterte. Drei Minuten später vergab Cavani die nächste Riesenchance für die Himmelblauen. Und auf Seiten der Engländer konnte man mit Wayne Rooney schon fast Mitleid haben. In der 54. Minute versemmelte er seine dritte Großchance, indem er aus neun Metern an Schlussmann Fernando Muslera scheiterte. Was zu diesem Zeitpunkt kaum noch möglich schien, passierte dann in der 76. Minute doch noch. Wayne Rooney erzielte 14 Minuten vor Schluss sein Tor! Glen Johnson flankte von rechts in den Strafraum und Rooney nutzte seine vierte Großchance des Spiels zum Ausgleich für England.

Doch aus dem Happy-End für das Team von Trainer Roy Hodgson wurde nichts. Steven Gerrard war es, der seinem Liverpooler-Teamkollegen Luis Suarez unglücklich auflegte. Dieser konnte dann aus vollem Lauf heraus abschließen und seinen zweiten Treffer des Spiels markieren. Uruguay ging fünf Minuten vor dem Ende mit 2:1 in Führung. Üppige fünf Minuten Nachspielzeit gab es auf die 90 Minuten oben drauf. Doch die Engländer bissen sich die Zähne am Gegner aus. Zu langsam, zu statisch, zu ausrechenbar war ihr Spiel. Einige Stunden durften sie noch hoffen, dann jedoch gewann

Costa Rica gegen Italien

in

Recife

mit 1:0 und nahm den Engländern damit die letzten theoretischen Chancen auf das Weiterkommen.

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