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Sport

England trauert um WM-Helden

Alan Ball, Mitglied der legendären Fußball-Elf von 1966 ist gestorben. In Barcelona rüstet sich Werder Bremen für das UEFA-Cup-Halbfinale am Abend und das Sommermärchen 2006 sorgte offenbar für einen Babyfrühling 2007.

Alan Ball bei seiner Ehrung 1966, Foto: AP

WM-Held Alan Ball gestorben

Das Fußball-Mutterland trauert um seinen jüngsten Weltmeister: Alan Ball, ehemaliger englischer Nationalspieler und "Küken" der Weltmeister-Elf von 1966, ist in der Nacht auf Mittwoch kurz vor Vollendung seines 62. Lebensjahres am 12. Mai gestorben. Er erlag einem Herzinfarkt. Ball war erst 21, als England Deutschland im WM-Endspiel vor 41 Jahren im Londoner Wembley-Stadion 4:2 nach Verlängerung bezwang.

Noch am Dienstagabend hat sich Ball nach Auskunft seines Sohnes Jimmy bester Gesundheit erfreut und sich zu Hause in Southampton das Champions-League-Spiel von Manchester United gegen den AC Mailand (3:2) im Fernsehen angesehen. "Ich habe mit ihm nach dem Spiel telefoniert, und er war richtig gut drauf", sagte Ball junior. Kurze Zeit später habe er den Anruf mit der Todesnachricht erhalten: "Das ist unglaublich und sehr, sehr traurig", sagte Jimmy Ball.

Halbfinale im UEFA-Cup

Die Fußballprofis Diego (r) und Miroslav Klose von Werder Bremen umarmen sich nach dem Tor von Klose während der Bundesliga-Partie Werder Bremen gegen Bayer Leverkusen am 19.08.2006, Foto: AP

Ob Diego und Klose nach dem Spiel auch noch jubeln?

Für Fußball-Bundesligist Werder Bremen beginnt mit dem Halbfinal-Hinspiel im Europacup bei Espanyol Barcelona am Donnerstag um 20.45 MEZ der Endspurt um zwei noch mögliche Titel in dieser Saison. "Es wäre großartig, wenn wir unseren Fans ein Endspiel um diesen Pott bieten könnten", erklärte Trainer Thomas Schaaf im Vorfeld.

Sein Ziel ist eine gute Ausgangsposition für das Rückspiel am 3. Mai im Weserstadion, denn er hat Respekt vor dem Gegner: "Auch wenn Espanyol in der Liga nicht überzeugt hat, haben sie dies auf internationaler Ebene doch getan", erklärte er und Nationalstürmer Miroslav Klose hofft: "Eine Unentschieden wäre gut, noch besser, wenn wir dabei mindestens ein Tor schießen."

Der Gegner aus der katalanischen Hauptstadt ist dabei bereits der dritte spanische Klub, mit dem es die Bremer in der laufenden Spielzeit in Europa zu tun bekommen. In ihrer Vorrundengruppe der Champions League trafen sie auf Espanyols Lokalrivalen FC Barcelona, gegen den Werder im Kampf um Platz zwei der Gruppe nur knapp das Nachsehen hatte. Im Achtelfinale des UEFA-Cups setzte sich die Schaaf-Truppe dann gegen Celta Vigo durch. Sollte man das Finale erreichen, würde dort wieder ein Team der Primera Division warten: Titelverteidiger FC Sevilla oder Leverkusen-Bezwinger CA Osasuna aus Pamplona.

Frauenfussball-WM in Berlin?

Viola Odebrecht und Perpetua Nkwocha (Nigeria), Foto: AP

Teile der Frauen-Fussball-WM sollen in Berlin ausgetragen werden

Berlin hat sich offiziell um die Austragung von Spielen während der Frauenfußball-WM im Jahre 2011 beworben. Die Hauptstadt will entweder das Eröffnungs- oder das Endspiel austragen. Das bestätigte eine Sprecherin von Innenminister Ehrhart Körting.

Der Senat rechne mit Kosten in Höhe von 2,7 Millionen Euro. Nach der Austragung des Endspiels der Männer-WM 2006 freue man sich auf ein neues Fußball-Großereignis, hieß es. Am 11. Mai entscheidet der Deutsche Fußball-Bund (DFB), welche Städte in den Kreis der Kandidaten aufgenommen werden. Das Austragungsland der WM-Endrunde 2011 wird durch das Exekutivkomitee des Weltverbandes FIFA am 31. August bestimmt.

Spiel ohne Zuschauer

Ohne Zuschauer wurde am Mittwochvormittag das Fußball-Meisterschaftsspiel der niederländischen Ehrendivision zwischen ADO Den Haag und dem FC Groningen zu Ende geführt. Randalierende Anhänger aus Den Haag hatten am vergangenen Sonntag einen Spielabbruch provoziert. In Emmen bestritten beide Teams die restlichen 41 Minuten unter Ausschluss der Öffentlichkeit, Den Haag gelang sogar noch ein Treffer durch Laurent Delorge (85.), verlor allerdings mit 1:3 gegen Groningen.

WM verursacht Babyboom in Deutschland

Säuglingsstation in Düsseldorf, Foto: dpa

Vom Sommermärchen zum Babyfrühling?

Neun Monate nach der Fußball-Weltmeisterschaft gibt es in Deutschland nach Umfrage der Zeitschrift "Die Zeit" offenbar einen Babyboom. Demnach gab es vereinzelt ein Plus von bis zu knapp 30 Prozent gegenüber der Geburtenanzahl des Vorjahres.

Rolf Kliche, Leiter der privaten Koch-Geburtsklinik in Kassel, sieht einen direkten Zusammenhang zwischen dem Sommermärchen 2006 und dem Babyfrühling 2007. "In optimistischen Zeiten werden ohnehin mehr Kinder gezeugt, während der WM könnten überschießende Glückshormone den Geschlechtsakt befördert und das Schwangerwerden erleichtert haben", sagte er. (ina)