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Fußball

England siegt und bleibt auf Kurs

In einer hart umkämpften Begegnung setzt sich England gegen Schweden mit 3:2 durch. Nach der Achterbahnfahrt mit fünf Toren ist für die "Three Lions" bei der EM nun noch viel möglich.

Der Engländer Danny Welbeck erzielt mit der Hacke den Siegtreffer zum 3:2 (Foto: Getty Images)

Der Engländer Danny Welbeck erzielt mit der Hacke den Siegtreffer zum 3:2

Am zweiten Spieltag der Vorrundengruppe D hat England seinen ersten Sieg bei der EURO 2012 gelandet. Die "Three Lions" bezwangen das Team aus Schweden mit 3:2 (1:0) und rangieren damit in der Tabelle mit jetzt vier Zählern, punktgleich mit Spitzenreiter Frankreich, auf Platz zwei. Die englischen Treffer vor rund 63.000 Zuschauern im Olympiastadion von Kiew erzielten Carroll (23. Minute), Walcott (64.) und Welbeck (78.).

England spielte "very british"

Das Spiel begann sehr diszipliniert. Zunächst tasteten sich die Kontrahenten ab. Die Schweden erwarteten die englischen Angriffe schon weit in deren Hälfte und machten die Räume eng. Doch die Engländer ließen sich dadurch nur kurz beirren und zeigten in den ersten 20 Minuten mehr Zug zum Tor als die Skandinavier. Zwar kam der Schwede Zlatan Ibrahimovic das ein oder andere Mal zum Schuss, doch für große Gefahr sorgte er nicht. In der 23. Minute war es dann auf der anderen Seite so weit: Andy Carroll erzielte mit einem perfekten Kopfball von der 16-Meter-Raum-Markierung in die linke untere Ecke das 1:0 der Engländer. Der weite öffnende Pass von der rechten Seite kam von Steven Gerrard punktgenau auf den Stürmer: "Kick and Rush" – ein typisch britischer Spielzug.

Andy Carroll erzielt mit einem perfekten Kopfball das 1:0 der Engländer (Foto: REUTERS)

Andy Carroll erzielt mit einem perfekten Kopfball das 1:0 der Engländer

Die Schweden versuchten sofort zu antworten und erhöhten den Druck, doch trotz ihres großen Engagements fanden sie kein Mittel um wirklich gefährlich vor den Kasten von Joe Hart zu kommen. Auch Schüsse von Ibrahimovic und Kim Källström fanden nicht den Weg ins Tor. In der 42. Spielminute rettete Joe Hart im englischen Tor vor dem heranstürmenden Johann Elmander, doch es blieb bis zum Halbzeitpfiff beim 1:0 für England.

Beide schenkten sich nichts

Zur Pause war klar: Wenn sich die Schweden nicht steigern würden, wäre die EURO 2012 für sie nach der Vorrunde beendet. Entsprechend motiviert kamen Ibrahimovic und Co. aus der Kabine. Und es war eben der Mannschaftskapitän, der mit einem Freistoß in der 49. Minute für ein Durcheinander im englischen Fünfmeterraum sorgte. Aus dem Getümmel heraus beförderte dann Olof Mellberg das Leder aus knapp einem Meter über die Linie zum 1:1. Die UEFA wertete den Treffer allerdings anschließend als ein Eigentor von Glen Johnson.

Die Schweden drückten weiter, und wieder war es eine Standardsituation, die das 2:1 der Skandinavier brachte. Sebastian Larsson schlug einen Freistoß in der 59. Minute zielgenau an den zweiten Pfosten. Erneut war Olof Mellberg da und wuchtete den Ball diesmal mit dem Kopf per Aufsetzer über die Linie. Keeper Hart im englischen Tor war machtlos.

Theo Walcott (l) trifft für England (Foto: Reuters)

Theo Walcott (l) trifft für England

Es dauerte allerdings nur knapp fünf Minuten, bis die Engländer zurückschlugen. Die Abwehr der Schweden klärte eine Ecke zu kurz, in der Mitte kam der gerade eingewechselte Theo Walcott an den Ball und zog aus 20 Metern ab. Torhüter Isaksson verschätzte sich, und der Ball schlug in der Mitte des Tores ein – es stand 2:2.

Es war jetzt ein offener Schlagabtausch mit Chancen auf beiden Seiten. Den entscheidenden Treffer machten die Engländer in der 78. Minute: Danny Welbeck war zur Stelle und spitzelte nach einer Vorlage von Walcott den Ball in Weltklassemanier mit der Hacke aus zwei Metern zum 3:2 über die Linie. Keiner steckte zurück: Die Schweden drückten und wollten den Ausgleich, die Engländer konterten und hätten ihrerseits den Sieg noch höher schrauben können. Endstand: 3:2 für England.

Hamren: "Es tut richtig weh"

"Es war ein wichtiger Sieg gegen eine Mannschaft, die dafür berühmt ist, dass sie England immer die Punkte klaut", sagte Englands Trainer Roy Hodgson nach der aufregenden Partie. Sein schwedischer Kollege Erik Hamren war über den vorzeitigen EM-K.o. seines Teams untröstlich: "Es tut weh, richtig weh."