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Sport

England quält sich ins Achtelfinale

Das Liverpooler Duo Peter Crouch und Steven Gerrard bewahrte das Fußball-Mutterland England vor einer Blamage. Mit ihren Toren kurz vor Spielende sorgten sie für den Sieg gegen Außenseiter Trinidad und Tobago.

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Peter Crouch trifft zum 1:0

Der selbst ernannte Titelfavorit England hat sich mit einer blamablen Leistung gegen den Fußball-Zwerg Trinidad und Tobago ins Achtelfinale der Fußball-Weltmeisterschaft gequält. Peter Crouch (83.) und Steven Gerrard (90.+1) sorgten am Donnerstag (15.6.2006) in Nürnberg erst spät für den 2:0-Sieg. Vor 41.000 Zuschauern im ausverkauften Franken-Stadion präsentierten sich die Engländer, bei denen Wayne Rooney sechseinhalb Wochen nach seinem Fußbruch sein Comeback als Einwechselspieler feierte, allerdings zu keiner Zeit in WM-reifer Verfassung. Im Achtelfinale trifft der Weltmeister von 1966 nun entweder auf Deutschland oder auf Ecuador.

Ideenlos und träge

Nach der enttäuschenden Leistung beim 1:0 gegen Paraguay taten sich die Engländer auch gegen den krassen Außenseiter äußerst schwer. Die langen Bälle, die vor allem David Beckham auf die Stürmer - den schnellen Michael Owen und den langen Peter Crouch - schlug, waren nicht genau genug. Das hoch gelobte zentrale Mittelfeld mit Frank Lampard und Stefen Gerrard setzte keine Akzente. Insgesamt wirkte England ideenlos und träge. Dazu gingen die Stürmer mit ihren Möglichkeiten allzu sorglos um.

Fußball, WM 2006, England - Trinidad Tobago, 15.06.2006

Steven Gerrard (hinten rechts) hatte einen schweren Stand

Trinidad und Tobago überzeugte erneut durch eine aufmerksame Defensivarbeit. In der Offensive allerdings hielten sich die "Soca Warriors" lange zurück. Gefährlich waren sie bei Standardsituationen, um die sich stets der 34 Jahre alte Kapitän Dwight Yorke kümmerte. Nach einem Eckball segelte Englands Torhüter Paul Robinson am Ball vorbei, doch Stern John verfehlte mit seinem Kopfball knapp das Ziel. Kurz vor der Pause das gleiche Spiel: Robinson patzte, Stern John köpfte, und John Terry musste auf der Linie retten.

Bejubelte Rooney-Rückkehr

Die rund 25.000 Fans der Engländer verabschiedeten ihr Team mit Pfiffen und "Rooney"-Sprechchören in die Pause. Nach einer knappen Stunde war es dann so weit: 47 Tage nach seinem Fußbruch betrat Hoffnungsträger Rooney den WM-Rasen; er ersetzte den enttäuschenden Owen.

Tatsächlich wurde das Spiel der Engländer etwas lebendiger, auch weil der zugleich eingewechselte Aaron Lennon auf der rechten Seite für Schwung sorgte. Doch an der katastrophalen Chancenauswertung änderte sich nichts. Selbst der erfahrene Lampard scheiterte völlig frei vor Shaka Hislop. Die Engländer mussten lange zittern, ehe der zuvor äußerst unglücklich agierende Crouch doch noch per Kopf traf. Mit dem zweiten Treffer durch Gerrard fiel der Sieg gegen die wacker kämpfenden Underdogs allerdings etwas zu hoch aus.

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