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Reise

Engel zurück auf dem Mont-Saint-Michel

Nach zweieinhalb Monaten Restaurierung ist die neu vergoldete Erzengel-Statue mit einem Hubschrauber wieder an ihren alten Platz auf der Spitze des Klosterbergs Mont-Saint-Michel in Nordfrankreich gebracht worden.

Der Transport der Statue auf die Kirchspitze von den umliegenden Poldern, wo sie auf ihren Rückflug gewartet hatte, erfolgte bei strahlendem Sonnenschein und Windstille. Die viereinhalb Meter hohe und eine halbe Tonne schwere Statue schwebte über die Köpfe von applaudierenden Touristen auf ihre 160 Meter hohe Position.
"Es ist eine Erleichterung für uns, ein Sieg", sagte Klosterverwalter Xavier Bailly nach der heiklen Aktion. "Alles ist gut verlaufen", freute sich François Jeanneau, Chefarchitekt für historische Bauten.

Die vergoldete Kupferstatue des Erzengels Michael wurde im südwestfranzösischen Marsac-sur-l'Isle restauriert. Für die neue Goldlackschicht wurde doppelt soviel Gold verwendet wie beim vorigen Mal, um der Witterung "mindestens 50 Jahre" lang zu trotzen, erläuterte der Chef der nationalen Denkmalbehörde, Philippe Belaval. Die Restaurierung kostete 450.000 Euro. Weil der Erzengel mit seinen Flügeln und seinem Schwert dem Kloster auch als Blitzableiter dient, musste er außerdem den aktuellen Sicherheitsnormen angepasst werden.

Die Statue, die in der gleichen Metallgießerei hergestellt wurde wie die Freiheitsstatue von New York, thront seit 1897 auf der Spitze des weltberühmten Klosters am Ärmelkanal, einem der meistbesuchten Touristenorte Frankreichs. Sie wurde seitdem nur zwei Mal restauriert, zuletzt 1987. Dieses Mal stand die Generalüberholung unter Zeitdruck: Am 2. Juli startet die diesjährige Tour de France am Mont-Saint-Michel.

is/ks (AFP)