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Kultur

Engagement gleich null?

Jugendliche in Deutschland sind im internationalen Vergleich politisch nicht so engagiert wie junge Menschen in anderen Ländern. Zu diesem Ergebnis kommt eine repräsentative Studie.

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Studentinnen in Münster

Ziel der Studie war es, das politische Wissen, politische Einstellungen und Handlungsbereitschaft von Schülern am Ende ihrer Schulzeit festzustellen. Die Studie umfasst 28 Länder. Über Ergebnisse dieser Untersuchung der International Association for the Evaluation of Educational Achievement (IEA) mit Beteiligung auch des Berliner Max-Planck- Instituts für Bildungsforschung berichtet ein Beitrag in der Wochenpublikation "Aus Politik und Zeitgeschichte".

Mitbestimmung ist nicht angesagt

Die deutschen Jugendlichen zeigen sich auch weniger als der Durchschnitt der Jugendlichen der anderen Länder an der Mitbestimmung in der Schule interessiert - in Gremien sowie im Unterricht, in Arbeitsgruppen und Projekten. Sie nehmen auch seltener an politisch und sozial orientierten Gruppen außerhalb der Schule teil. Und sie sind weniger zu konventionellen politischen Beteiligungen bereit, wie, vor allem, wählen zu gehen, in eine Partei einzutreten und sich wählen zu lassen.

Macht Reichtum gleichgültig?

Was die Schule betrifft, so äußern junge Deutsche die überhaupt niedrigste Bereitschaft sowohl zur Mitarbeit in Gremien als auch zu individuellem Engagement – dies gilt auch im Vergleich zu anderen reichen Industrieländern. Insofern unterscheiden sich die Ergebnisse zur Partizipationsbereitschaft in der Schule von denen zur allgemeinen politischen Partizipationsbereitschaft. Bei dieser allgemeinen Bereitschaft zeigt sich vor allem ein Gegensatz zwischen den reichen Industrieländern und den ärmeren Ländern Südeuropas und Südamerikas mit ihren politisch sehr viel aktiveren Jugendlichen. Bei der schulischen Partizipation rangiert die Bereitschaft in Deutschland mit deutlichem Abstand auch hinter den anderen reichen Ländern.

Dagegen sind freizeitorientierte Aktivitäten wie die Teilnahme an Sportvereinen oder an künstlerisch orientierten Gruppen in Deutschland überproportional häufig anzutreffen. Für die Studie wurden insgesamt knapp 95.000 Schüler im Alter von 14 und 15 Jahren befragt. In Deutschland waren es rund 4.000.

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