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Asien

Endspurt in Indien

Seit über einem Monat wird in Indien ein neues Parlament gewählt. An diesem Mittwoch (13.05.2009) fand die fünfte und letzte Runde des Abstimmungs-Marathons statt.

Frauen zeigen ihre Finger nach der Stimmabgabe (Foto: UNI)

Viele Inder wählen per Fingerabdruck

Mehr als 700 Millionen Wahlberechtigte gibt es in der zahlenmäßig größten Demokratie der Welt. Aus organisatorischen und aus Sicherheitsgründen erstreckte sich die Parlamentswahl seit Mitte April über mehrere Wahltage. Am kommenden Wochenende soll das offizielle Ergebnis verkündet werden.

Wer mit wem?

Wahlvolk Indien (Foto: AP)

Die Wahl in Indien - eine große logistische Herausforderung

Wer künftig in Indien mit wem regiert, ist noch nicht klar. Nach letzten Umfragen kann das von der Kongresspartei geführte Bündnis mit etwa 195 Sitzen im neuen Parlament rechnen. Die hinduistisch-nationalistische Bharatiya-Partei (BJP) kommt demnach auf ungefähr 189 Sitze. Zu einer Mehrheit werden 272 Sitze benötigt. Das offizielle Endergebnis wird für Samstag (16.05.2009) erwartet.

Da keine der beiden Bündnisse eine eigene Mehrheit erwarten kann, wird mit langwierigen und komplizierten Verhandlungen zur Regierungsbildung gerechnet. Beide sind auf die Unterstützung kleinerer Regionalparteien oder kommunistischer Gruppen angewiesen.

Gewalt auch in der letzten Wahlphase

Insgesamt starben bei Ausschreitungen seit Beginn der Parlamentswahlen über 40 Menschen. Und auch während der fünften und letzten Phase der Abstimmung kam es vereinzelt zu gewaltsamen Zwischenfällen. Im Bundesstaat Westbengalen kam ein Mensch ums Leben, als sich Anhänger rivalisierender Parteien eine heftige Straßenschlacht lieferten. Und im südindischen Tamil Nadu wurden mindestens zwölf Menschen bei Zusammenstößen verletzt. (hel/eb/as/rtr/dpa/afp)