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Fußball

Endlich wieder Bundesliga!

Die längste Sommerpause der Bundesligageschichte ist endlich vorbei – und es wurde nach dreieinhalb Monaten auch wieder Zeit, findet DW-Reporterin Olivia Fritz. Der erste Spieltag hatte auch schon einiges zu bieten.

Zugegeben – es ist schon gewöhnungsbedürftig, wenn Stadien von Bundesliga-Neulingen solch illustre Namen wie "Trolli-Arena" tragen und gerade einmal 18.000 Zuschauer fassen, so wie das Stadion der Spielvereinigung Greuther Fürth. Immerhin dürfte es 17 Mal ausverkauft sein. In dieser neuen Saison sind viele Vereine dabei, die nicht nach erfolgreicher Vergangenheit und großer Tradition klingen. Doch gerade die neuen oder vor allem auch die alt bekannten Vereine, die in der Jubiläumssaison in Deutschlands Eliteklasse mitkicken dürfen, haben am ersten Spieltag für Überraschungen gesorgt.

Einen Traumeinstand feierte Fortuna Düsseldorf nach 15-jähriger Bundesligaabstinenz. Und das trotz der der gelinde gesagt chaotischen Relegation gegen Hertha BSC und der ebenfalls aus dem Ruder gelaufenen Saisoneröffnung, bei der das Testspiel gegen Benfica Lissabon abgebrochen werden musste, weil der Schiedsrichter tätlich angegriffen worden war. Pünktlich zum Saisonstart besann sich Düsseldorf auf das Fußballspielen und fuhr nach zwei Traumtoren Dani Schahins drei Punkte gegen Augsburg ein. Für Schahin dürfte damit gleich der erste Bundesligaspieltag einer der größten gewesen sein.

Bei allen ist noch Luft nach oben

Ein Ausrufungszeichen setzte auch Mitaufsteiger Eintracht Frankfurt, der die vermeintliche Hackordnung der Liga auf den Kopf stellte und Bayer Leverkusen besiegte. Es bleibt abzuwarten, wie sich die neuen Vereine in der Liga zurechtfinden, sobald sich die Anfangseuphorie gelegt hat. Dass sich auch kleinere Clubs in der Bundesliga mittel- bis langfristig etablieren können, beweisen seit Jahren Mainz 05 und der SC Freiburg und ein bisschen frischer Wind schadet nie.

Auch die "Stammkräfte" der Liga müssen sich nach der langen Pause erst noch finden, mit jeweils neuem Personal oder Trainerteam. Und auch wenn BVB und Bayern wieder allein um den Titel streiten mögen – wer dahinter folgt, ist ungewiss. In der Fußball-Bundesliga scheint aktuell vieles möglich. Das ist spannend, das ist attraktiv und das macht auch nach 50 Jahren noch Spaß. Wie schön, dass der Ball endlich wieder rollt – denn das alles hat der erste Spieltag schon gezeigt.