1. Inhalt
  2. Navigation
  3. Weitere Inhalte
  4. Metanavigation
  5. Suche
  6. Choose from 30 Languages

Filme

Endlich Oscar für Leonardo DiCaprio

Großer Applaus für den großen Star: Nach zwei Jahrzehnten voller Hauptrollen bekommt Leonardo seinen ersten Academy Award - als bester Hauptdarsteller in "The Revenant". Bester Film wird das Missbrauchsdrama "Spotlight".

"Spotlight" wurde mit dem wichtigsten Preis der diesjährigen Oscarverleihung ausgezeichnet - als bester Film. Die Oscar-Statue für das beste Drehbuch kann Regisseur Tom McCarthy mit nach Hause nehmen. Gemeinsam mit Autor Josh Singer hat er das hochbrisante Drehbuch für den Film "Spotlight" verfasst.

Nominiert war das Drama in sechs Kategorien: bester Film, beste Regie, bestes Drehbuch, bester Schnitt, sowie Rachel McAdams und Mark Ruffalo als beste Nebendarsteller. Es basiert auf realen Ereignissen und ist auch ein filmisches Lehrstück für politisch engagierten, investigativen Journalismus.

Im Jahr 2001 hatten Reporter der Zeitung "The Boston Globe", eine der renommiertesten Tageszeitungen der USA, einen Sumpf aus Missbrauch, Vertuschung und Einschüchterung der Opfer innerhalb der katholischen Kirche aufgedeckt. Regisseur McCarthy zeigt in seinem Film, wie die Journalisten versuchen, Licht in das undurchdringliche Dickicht aus Schweigen, Verdrängung und Lügen zu schlagen – ein Stück amerikanische Pressegeschichte, das hier mit zwei Oscars ausgezeichnet wurde.

Als bester Hauptdarsteller wird Hollywoodstar Leonardo DiCaprio in diesem Jahr endlich mit einen Oscar geehrt. Fünfmal war er in seiner Karriere bereits nominiert, jedes Mal hatte er bisher das Nachsehen. Um so größer die Freude auch bei Schauspielerkollegen und Fachpublikum im ausverkauften Dolby Theatre, als er seinen goldglänzenden Oscar entgegennehmen konnte.

Seine Dankesrede nutze DiCaprio für eine politische Botschaft: Das radikale Westerndrama "The Revenant" sei auch ein Film "über die Beziehung des Menschen zur Natur" und gegen "eine Politik der Gier des großen Geldes", sagte er mit Nachdruck vor den geladenen Gästen der Oscar-Gala.

Schauspielerin Brie Larson bei der 88. Verleihung der Oscars (Foto: Reuters/M. Anzuoni)

Kann ihr Glück kaum fassen: Brie Larson wird als beste Schauspielerin im Film "Room" geehrt

Den Oscar für die beste weibliche Hauptrolle sicherte sich die US-Schauspielerin Brie Larson für ihre Leistung in dem Thriller "Raum" ("Room"). Larson spielt dort eine Mutter, die mit ihrem kleinen Sohn von einem Mann gefangen gehalten wird.

Der begehrte Oscar für die beste Kamera geht, wie von vielen Filmkritikern erwartet, an den Hollywoodfilm "The Revenant" des mexikanischen Regisseurs Alejandro González Iñárritu, der auch den Oscar für die beste Regie bekommt. Kameramann Emmanuel Lubezki wird zum dritten Mal in Folge für seine herausragende Kamera-Arbeit mit einem Oscar ausgezeichnet, Iñárritu zum zweiten Mal als Regisseur.

2014 bekam Lubezki die Trophäe auch schon für Iñárritus Kinofilm "Birdman." Für "The Revenant" drehte der versierte Kameramann neun Monate unter härtesten Witterungsbedingungen unter anderem in der kanadischen Wildnis - ausschließlich mit Naturlicht. Herausgekommen sind atemberaubende Landschaftsaufnahmen und äußerst realistische Actionszenen.

Regisseur Asif Kapadia (l.) und Produzent James Gay-Rees (r.) bei der 88. Verleihung der Oscars (Foto: Reuters/M. Anzuoni)

Freude über Oscar für "Amy": Regisseur Asif Kapadia und Produzent James Gay-Rees

In Großbritannien ist er einer der erfolgreichsten Dokumentarfilme aller Zeiten. Jetzt hat die Dokumentation "Amy" über das Leben der 2011 verstorbenen Sängerin Amy Winehouse auch noch den Oscar als bester Dokumentarfilm bekommen. Große Freude bei Regisseur Asif Kapadia und Produzent James Gay-Rees, die hier ihre goldglänzende Trophäe in Händen halten.

Der Oscar in der Kategorie "Bestes adaptiertes Drehbuch" - nach einer literarischen Vorlage - geht an die Finanzsatire "The Big Short". Auch hier ist Regisseur Adam McKay gleichzeitig Drehbuchautor, zusammen mit Koautor Charles Randolph. Die Schwedin Alicia Vikander bekommt in diesem Jahr den Oscar als beste Nebendarstellerin. Die 27-Jährige wird für ihre Rolle in dem bewegenden Transsexuellen-Drama "The Danish Girl" ausgezeichnet.

Standing Ovations gab es für Komponistenlegende Ennio Morricone: Der 87-Jährige bekam den Oscar für die beste Filmmusik - für seine Komposition in dem Western "The Hateful 8" von Starregisseur Quentin Tarantino. Morricone war bei der Preisverleihung im Dolby Theatre in Los Angeles sichtlich bewegt. Er war in der Vergangenheit mehrfach für einen Oscar nominiert worden, hatte aber bislang nur einen Ehren-Oscar für sein Lebenswerk als Komponist bekommen.

Chris Rock bei der 88. Oscarverleihung (Foto: Reuters/M. Anzuoni)

Moderator Chris Rock - im weißen Smoking - ließ einige Spitzen gegen die Nominierungspraxis der Academy los

Der britische Schauspieler Mark Rylance wurde für seine Rolle als russischer Spion in dem in Deutschland gedrehten Film "Bridge of Spies - Der Unterhändler" als bester Nebendarsteller mit einem Oscar geehrt. Er gilt als brillianter Bühnendarsteller und spielt in England große Theaterrollen, unter anderem den "Hamlet" im gleichnamigen Skakespeare-Drama.

Der Actionfilm "Mad Max: Fury Road" konnte 2016 gleich sechs Oscarstatuen abräumen: für den besten Schnitt, für den besten Tonschnitt, für die beste Tonmischung, das beste Kostüm- und Produktionsdesign, für das beste Make-Up und die besten Frisuren.

Die Redaktion empfiehlt

Symbolbild Film Festival roter Teppich

Dossier KINO Favoriten: Die Besten des deutschen Films

Was sind die besten Dramen, die lustigsten Komödien, die Top-Schauspielerinnen und die größten Leinwandhelden? In der Serie "KINO Favoriten" präsentiert das DW-Filmmagazin seine ganz persönliche Auswahl.