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Sport

Endlich! Erste Medaille für Deutschland

Britta Heidemann gewinnt Silber im Degen-Finale. Erst in der Verlängerung musste sie sich der Ukrainerin Schemjakina geschlagen geben. Andere deutsche Madaillenhoffnungen erfüllen sich nicht.

Zur Wiederholung des Triumphs von Peking 2008 hatte es zwar nicht gereicht, aber Britta Heidemann schaffte es immerhin, mit Silber die dreitägige Durtstrecke des deutschen Olympiateams zu beenden. Im Degen-Finale unterlag sie der Ukrainerin Jana Schemjakina mit 8:9 im sudden death in der Verlängerung.

Möglicherweise hatten Heidemann die Umstände ihres Finaleinzuges zu Schaffen gemacht, denn ihr Halbfinalerfolg gegen die Südkoreanerin Shin A Lam war äußerst umstritten. Eine Sekunde vor Schluss hatte es 5:5 gestanden, per Zufallsgenerator hätte Shin A Lam aus Südkorea gewonnen, aber Heidemann griff in der Schlussphase des Gefechts immer wieder an. Nach zwei Doppeltreffern in der letzten Sekunde stand die Uhr immer noch bei einer Sekunde, als Heidemann den entscheidenden Einzeltreffer landete. Alle drei Aktionen zusammen hatten sicher länger als eine Sekunde gedauert. Darüber entbrannten lebhafte Diskussionen, erst nach knapp einer halben Stunde entschied das Kampfgericht, dass der Treffer regulär war.

Shin A Lam sitzt nach ihrem dramatischen Aus im Halbfinale weinend auf der Planche (Bild: AP)

Shin A Lam saß nach ihrem dramatischen Aus im Halbfinale minutenlang weinend auf der Planche

Pleite für die Wasserspringer und Turner

Zuvor hatten es die beiden deutschen Synchronspringer Patrick Hausding und Sascha Klein verpasst, Edelmetall für Deutschland zu holen. Die beiden, die 2008 in Peking noch überraschend Silber vom Zehn-Meter-Turm gewonnen hatten, landeten dieses Mal nur auf Rang sieben. Der Titel ging an Cao Yuan und Zhang Yanquan aus China.

Später dann patzten auch die Turner. Das deutsche Quintett um Fabian Hambüchen wurde ebenfalls nur Siebter beim Sieg von China vor Japan und Großbritannien.

Fabian Hambüchen am Pauschenpferd (Bild: AFP)

Turner Fabian Hambüchen landete mit dem Team nur auf Platz sieben

Biedermann Fünfter im 200-Meter-Finale

Die Topstars waren dann doch eine Nummer zu groß für Paul Biedermann im Finale über 200 Meter Freistil. Aber Platz fünf war dennoch aller Ehren wert für den Weltrekordler. Nach 1:45,53 Minuten schlug er im Aquatic-Centre an, gut zwei Sekunden lagen zwischen ihm und dem neuen Olympiasieger, Yannick Agnel aus Frankreich (1:43,14), zu einer Medaille fehlten sechs Zehntel. "Ich bin ein bisschen unzufrieden mit der Zeit, aber ich muss das Ergebnis akzeptieren", sagte Biedermann gleich nach dem Finale. Bereits am Dienstag muss er wieder ins Becken, dann mit der 4 x 200-Meter-Staffel.

Paul Biedermann steht nach dem 200 m-Finale im Wasser (Bild: Getty Images)

Den Medaillentraum ausgeträumt: Freistil-Hoffnung Paul Biedermann

Über die 100 Meter Brust der Damen trauten die Zuschauer ihren Augen kaum: Die 15 Jahre alte Ruta Meilutyte holte die erste Goldmedaille im Schwimmen für ihr Land Litauen. Innerhalb weniger Wochen steigerte Meilutyte ihre eigene Bestzeit um über zwei Sekunden.

Ovtcharov locker weiter, Boll ausgeschieden

Im Tischtennis hat Dimitrij Ovtcharov das Viertelfinale erreicht. Er setzte sich gegen Chen Weixing aus Österreich mit 4:0 durch. Timo Boll dagegen, der vermeintlich aussichtsreichste Deutsche, schied im Achteflinale sang- und klanglos gegen den Rumänen Adrian Crisan nach einem 1:4 aus. Boll verpasste damit auch im vierten Anlauf seine erste Einzel-Medaille bei Olympischen Spielen.

Video ansehen 01:33

Leere Zuschauersitze bei Olympia

Die deutschen Schützen haben die nächste Medaillenchance ausgelassen. Sowohl Olympia-Debütant Julian Justus als auch Tino Mohaupt verpassten mit dem Luftgewehr das Finale der besten Acht. Justus scheiterte als Zwölfter der Qualifikation nur knapp, Mohaupt landete auf Platz 25. Gold ging an Alin Moldoveanu, der als erster Rumäne mit dieser Waffe triumphierte. Der 29-Jährige setzte sich vor dem Italiener Niccolo Campriani durch. Bronze ging an Gagan Narang aus Indien.

Auch Kerber und Lisicki in Runde zwei

Wimbledon-Halbfinalistin Angelique Kerber ist beim Tennisturnier in die zweite Runde eingezogen. Die Weltranglistensiebte führte gegen Petra Cetkovska bereits 6:1, 3:0, ehe die Tschechin das Match wegen einer Verletzung aufgeben musste. Kerber trifft nun auf Timea Babos aus Ungarn. Sabine Lisicki gewann ihre Partie gegen die Tunesierin Ons Jabeur 4:6, 6:0, 7:5 und spielt nun gegen Jaroslawa Schwedowa aus Kasachstan. Zuvor hatte bereits Julia Görges mit einem Überraschungserfolg über die Wimbledonfinalistin Agnieszka Radwanska aus Polen die zweite Runde erreicht.

Angelique Kerber bei einer Rückhand (Bild: EPA)

Angelique Kerber ist eine von drei deutschen Tennisspielerinnen in Runde 2

Das deutsche Damen-Doppel Julia Görges und Anna-Lena Grönefeld hat das Achtelfinale erreicht. Das Duo gewann gegen die britische Paarung Elena Baltacha und Anne Keothavong klar mit 6:3, 6:1. In der nächsten Runde treffen Görges und Grönefeld an diesem Dienstag auf das an Nummer sechs gesetzte russische Doppel Jekaterina Makarowa/Jelena Wesnina. Angelique Kerber und Sabine Lisicki bekommen es ebenfalls am Dienstag mit Serena und Venus Williams zu tun.

Ausgeschieden ist dagegen Philipp Petzschner. Er verlor gegen den an Nummer sieben gesetzten Serben Janko Tipsarevic mit 6:3, 3:6, 4:6. Damit sind im Herren-Einzel keine Deutschen mehr vertreten.

Ruderflotte im Soll

Die Flotte des Deutschen Ruderverbandes bleibt bei der olympischen Regatta mit allen Booten im Rennen. Ein Sieg im Hoffnungslauf auf dem Dorney Lake von Eton ebnete dem Zweier ohne Steuermann den Weg in das Halbfinale. In souveräner Manier gaben Anton Braun und Felix Drahotta der Konkurrenz aus Serbien das Nachsehen. Kerstin Hartmann und Marlene Sinnig zogen mit einem zweiten Rang hinter Rumänien in das Finale des ungesteuerten Zweiers ein.

Der Frauen-Doppelzweier mit Tina Manker und Stephanie Schiller musste sich dagegen im Vorlauf weit abgeschlagen mit Rang vier begnügen. Immerhin bleibt die Chance, sich über den Hoffnungslauf für das Finale zu qualifizieren. Dagegen blieb der Vierer ohne Steuermann im Soll. Im Endspurt sicher sich die Crew um Schlagmann Sebastian Schmidt im Vorlauf den zweiten Rang hinter Mitfavorit Australien.

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