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Ostmitteleuropa

Ende eines langen Disputs

- Estland registriert russisch-orthodoxe Kirche des Moskauer Patriarchats

Tallinn, 17.4.2002, ETA, engl.

Estlands Innenministerium hat am Mittwoch (17.4.) die russisch-orthodoxe Kirche des Moskauer Patriarchats registriert und damit einen langjährigen Disput beendet, der in den estnisch-russischen Beziehungen eines der größten Hindernisse darstellte. Die estnische orthodoxe Kirche des Moskauer Patriarchats ist in das Register der estnischen Kirchen und Glaubensverbände aufgenommen worden. Die Registrierungsurkunde wird am Donnerstag (18.4.) ausgestellt werden...

Innenminister Ain Seppik erklärte, die Registrierung der Kirche habe eine Situation beendet, in der der Status einer großen Glaubensgemeinschaft in Estland nicht geregelt war. "Die Registrierung wurde durch juristische Streitigkeiten behindert, die jetzt gelöst sind", sagte er. Da die estnische Verfassung keine Staatskirche kennt, hindert der Staat keine Religionsgemeinschaft im Lande an ihrem Wirken.

Seit 1993 erkennt Estland die estnische apostolisch-orthodoxe Kirche unter Konstantinopel als Rechtsnachfolger der orthodoxen Kirche an, die vor dem Zweiten Weltkrieg in Estland tätig war...

Die Registrierung der russisch-orthodoxen Kirche wird als Schritt gedeutet, der die politischen und wirtschaftlichen Beziehungen zwischen Estland und Russland wesentlich verbessern könnte. Estnische Geschäftsleute von Rang hatten immer wieder die Hoffnung geäußert, dass die Überwindung des Kirchenkonflikts zur Aufhebung der diskriminierenden Doppelbesteuerung estnischer Waren führt. Nach Ansicht von Politikern wird die Entscheidung darauf aber keinen Einfluss haben. (TS)

  • Datum 18.04.2002
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  • Permalink http://p.dw.com/p/26It
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