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Senegal

Ende eines Fußballspiels in Dakar: Tote im Stadion

Fast könnte man von Glück sagen, dass nicht noch mehr passiert ist: Das senegalische Liga-Finale im Fußballstadion von Dakar endete im Chaos. Eine Mauer stürzte ein, Panik brach aus, acht Menschen starben.

Es geschah in der zweiten Hälfte der Verlängerung des Liga-Finales zwischen den Mannschaften von Mbour Stadium und Us Ouakam beim Stand von 2:1. Fans der beiden Fußballklubs gerieten aneinander. Angeblich hatten sich Anhänger der rivalisierenden Vereine auch mit Gegenständen beworfen. Als die Polizei im Stadion von Dakar mit Tränengas eingriff, folgte eine Massenpanik unter den Zuschauern. Sie flohen vor den Schlägereien.

Jede Hilfe zu spät

Dabei stürze nach Agenturberichten eine Mauer einer Tribüne des Stadions ein. Für mindestens acht Zuschauer kam jede Hilfe zu spät. 49 Menschen wurden schwer verletzt.

Senegal Mauer kollabiert im Demba-Diop-Stadion (Getty Images/AFP/Seyllou)

Das zerstörte Tor nach dem Spiel und der Panik

Mehrere Fans wurden in dem vollbesetzten Stadion niedergetrampelt, wodurch sich das Chaos noch verschärfte. Sportminister Matar Ba bestätigte, dass sich unter den Getöteten auch ein junges Mädchen befindet. 

Angeblich hatten sich Anhänger der rivalisierenden Vereine auch mit Gegenständen beworfen. Die Behörden des westafrikanischen Lands stehen in der Kritik, weil es schon vorher bei einer Reihe von Großereignissen Sicherheitsprobleme gegeben hatte. Minister Ba kündigte in einem Telefonat mit der französischen AFP an, man werde nun ernsthafte Schritte ergreifen, damit sich ein solches Unglück nicht wiederhole.

Mai 1985, Heysel-Stadion

Video ansehen 00:29

Tote bei Massenpanik im Senegal

Die Ereignisse im Stadion von Dakar erinnern an die Katastrophe im Heysel-Stadion von Brüssel. Im Mai 1985 stürze dort beim Finale des Fußball-Europapokals der Landesmeister zwischen dem FC Liverpool und Juventus Turin eine Mauer ein, nachdem Anhänger des britischen Klubs einen Teil des Stadions gestürmt hatten. Seinerzeit starben 39 Menschen, mehr als 400 wurden verletzt. Es folgte eine intensive Beschäftigung mit dem Thema Sicherheit in Fußballstadien - in Europa.

ml/ust (rtr, afp, dpa)

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