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Amerika

Ende einer NASA-Pechsträhne

Diesmal lief der Countdown bis auf "0:00": Nach fünf fehlgeschlagenen Start-Versuchen befindet sich die US-Raumfähre "Endeavour" nun auf dem Weg zur ISS.

Endeavour kurz nach dem Abheben (Foto: AP)

Ein Bilderbuchstart!

Im sechsten Anlauf ist der Start der amerikanischen Raumfähre "Endeavour" endlich geglückt. Das Space Shuttle mit sieben Astronauten an Bord hob am frühen Donnerstagmorgen (16.07.2009, MESZ) vom Weltraumbahnhof Cape Canaveral im US-Bundesstaat Florida ab. Ziel ist die Internationale Raumstation ISS, wo das Shuttle voraussichtlich am Freitag eintreffen wird. Die Heimreise zur Erde soll der Orbiter am 28. Juli antreten und zwei Tage später landen.

Endeavour-Besatzung (Foto: AP)

Die Besatzung des "Endeavour"-Fluges "STS-127": Eine Frau und sechs Männer

Beim Start beschädigt?

Die Freude über den endlich gelungenen Flug ins All wurde allerdings getrübt: Wie Bilder der Kontrollkameras zeigen, lösten sich beim Start der Raumfähre ungefähr ein Dutzend Teile der Isolierung eines Außentanks. Mindestens eins dieser Stücke hat nach Angaben eines NASA-Sprechers das Shuttle getroffen und drei Einschläge auf dem Hitzeschild verursacht. Die Schäden seien jedoch nur oberflächlich, sagte Projektleiter William H. Gerstenmaier. "Wir gehen davon aus, dass sie kein Problem für uns darstellen." NASA-Experten sollten die Bilder auswerten. Vor der Rückkehr zur Erde wird die "Endeavour" außerdem von den Astronauten selbst überprüft.

Veranda im Weltall

Hauptaufgabe während der 16-tägigen "Endeavour"-Mission ist es, eine gut vier Tonnen schwere Logistikplattform am japanischen Raumlabor Kibo anzubringen. Darauf sollen später Instrumente für Experimente im All installiert werden - unter anderem eine Röntgenkamera und Geräte zur Untersuchung von kosmischem Staub. "Eine Veranda im Weltall", nennt die US-Raumfahrtbehörde NASA die Plattform. Insgesamt sind für die Astronauten fünf Außeneinsätze vorgesehen.

Fotografen beobachten den Start (Foto: AP)

Diesmal spielte das Wetter mit: Die "Endeavour" - beobachtet von zahlreichen Fotografen

Ein Monat Verspätung

Eigentlich hätte die "Endeavour" bereits Mitte Juni starten sollen, doch die Mission war vom Pech verfolgt. Zwei Mal hatten Lecks in einer Wasserstoffleitung das Abheben der "Endeavour" verhindert, am letzten Samstag waren es mehrere Blitzeinschläge in der Nähe der Startrampe. Und zuletzt hatte am Sonntag und Montag eine Gewitterfront den Zeitplan der NASA durchkreuzt.

Neuer NASA-Chef

In Washington hat der US-Senat den ehemaligen Astronauten Charles Bolden als neuen Leiter der amerikanischen Raumfahrtbehörde bestätigt. Der 62-Jährige, der von Präsident Barack Obama nominiert wurde, ist der erste Afro-Amerikaner an der Spitze der Behörde. Bolden flog in den 1980er und 1990er Jahren viermal mit dem Space Shuttle ins All, zweimal davon als Kommandant. Zu seiner Stellvertreterin wurde Lori Garver berufen, die die NASA übergangsweise geführt hatte. (wa/se/dpa/ap/rtr/afp)

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