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Sport

Ende des Stadion-Streiks

Aufatmen in Südafrika: Nach einem zweiwöchigen Streik wird am WM-Stadion in Durban nun wieder gebaut. Die Arenen könnten wohl noch pünktlich zur Weltmeisterschaft 2010 fertig werden.

Modell des Fußball-WM- Stadions in Durban (Quelle: Architekturbüro gmp)

Wird wohl noch rechtzeitig fertig: Das WM-Stadion in Durban

Das Ende des Bauarbeiterstreiks am neuen Fußballstadion in Durban ist von den südafrikanischen WM-Organisatoren und dem Weltverband FIFA mit Erleichterung aufgenommen worden. Nach fast zweiwöchiger Pause wurden die Arbeiten am Dienstag (20.11.2007) fortgesetzt. Zur Frühschicht erschienen 1000 Arbeiter an der Großbaustelle unweit des Indischen Ozeans. Am Vortag hatten sich Gewerkschaftsvertreter mit den Bauherren auf zwei Sonderzahlungen in Höhe von insgesamt 6000 Rand (etwa 600 Euro) für jeden Arbeiter geeinigt.

Durch die Einigung verhinderten die WM-Gastgeber wenige Tage vor der Auslosung der Qualifikationsgruppen für die Weltmeisterschaft an diesem Sonntag in Durban ein PR-Desaster. In der Hafenstadt werden zum Wochenende etwa 3000 Delegierte und Gäste zur ersten großen WM-Veranstaltung für das Turnier im Jahr 2010 erwartet. Eine drohende Ausweitung des Streiks auf alle zehn Stadienbaustellen des Landes hätte erneut massive Zweifel an der WM-Tauglichkeit Südafrikas heraufbeschworen. Nach Angaben des Organisationskomitees sind die Bauprojekte im Zeitplan, auch das Moses Mabidha-Stadion (70 000 Zuschauer) soll trotz des zwölftägigen Ausstands rechtzeitig fertiggestellt sein. Für die erste Fußball-WM auf afrikanischem Boden werden vier Stadien neu gebaut.

Nigerias Nationalspieler müssen zum Training heim

Nigerias Fußball-Nationaltrainer Berti Vogts beharrt auf der Abstellung aller Legionäre für das 14-tägige Trainingslager der Super Eagles vor dem Afrika-Cup in Ghana vom 20. Januar bis zum 10. Februar 2008. "Es wird keine Ausnahmen geben. Alle Spieler müssen pünktlich da sein", wird der 60-Jährige in englischen Medien zitiert. Die einzige Möglichkeit, dies zu umgehen, sei, den Afrika-Cup künftig in den Sommer zu verlegen. Gerade die englische Premier League ist betroffen, denn auf der Insel gibt es keine Winterpause. Somit müssen Klubs wie beispielsweise Newcastle United mit Angreifer Obafemi Martins und Pokalsieger FC Chelsea mit John Obi Mikel schon ab dem 4. Januar 2008 auf ihre nigerianischen Spieler verzichten.

Osiek soll Japans Nationalmannschaft trainieren

Der frühere DFB-Trainer Holger Osieck soll angeblich als Nachfolger von Ivica Osim Fußball-Nationaltrainer von Japan werden. Osim hatte am vergangenen Freitag einen Schlaganfall erlitten. "Der japanische Fußball-Verband hat entschieden, Osieck als neuen Nationaltrainer zu berufen, falls Osim Schwierigkeiten hat zurückzukommen", schrieb die japanische Sporttageszeitung Nikkan. Der Verband hoffe aber auf Osims Genesung. Osieck, der 1990 beim deutschen WM-Triumph in Italien Assistent von Franz Beckenbauer und danach kanadischer Nationaltrainer war, arbeitet zurzeit erfolgreich beim japanischen Spitzenklub Urawa Red Diamonds.

Rekordweltmeister Brasilien lechzt nach Erfolg gegen Uruguay

Die Qualifikation zur WM 2010 ist auf dem südamerikanischen Kontinent kaum im Gange, da läuten in Brasilien bereits die Alarmglocken. Der im Juli gekürte Copa-America-Sieger braucht gegen Uruguay am Donnerstag unbedingt ein Erfolgserlebnis. Ansonsten droht der Fall aus den ersten vier Rängen, die auf direktem Weg zur Endrunde nach Südafrika führen. Nationaltrainer Dunga dämpfte bereits die Erwartungen. "Mich interessiert nur die Qualifikation und nicht der Tabellenrang, auf dem wir am Ende landen", so Dunga. "Vor der WM 2002 sind wir hier Dritter geworden und haben dann den Titel geholt." Nach den enttäuschenden Auftritten in Kolumbien (0:0) und am Sonntag in Peru (1:1) will der fünfmalige Weltmeister gegen Uruguay an die 5:0-Gala gegen Ecuador vor einem Monat in Rio de Janeiro anknüpfen. "Hier in Brasilien müssen wir gewinnen", sagte Real-Madrid-Star Robinho.

Kein Totti-Comeback zur EM

Weltmeister Francesco Totti hat eine Rückkehr in die italienische Fußball-Nationalmannschaft für die Europameisterschaft ausgeschlossen. "Ich kenne die Regeln des Teams und aus Respekt könnte ich niemals an ein Comeback denken", sagte der Kapitän des AS Rom. Damit beendete er alle Spekulationen über eine mögliche Rückkehr in die "Squadra Azzurra" für die EM 2008 in Österreich und der Schweiz. Der 31-Jährige hatte bereits nach dem WM-Sieg 2006 in Berlin seine Rücktrittsabsicht erklärt. Der italienische Fußballverband habe ihn dann aber gebeten, seine Entscheidung in Ruhe zu überdenken, berichtete Totti. Zum Beginn der laufenden Saison hatte der römische Spielmacher dann seinen endgültigen Nationalmannschafts-Abschied bekannt gegeben. Die Doppelbelastung sei ihm zu viel, sagte Totti damals. (mg)