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Musik

Eminem attackiert US-Präsident Donald Trump

Rassismus, Verschwendung von Steuergeldern, Nordkorea-Konflikt: Rapstar Eminem hat sich bei der Verleihung der BET-Hip-Hop-Awards den US-Präsidenten vorgeknöpft. Prominente Kollegen feiern ihn dafür im Netz.

In einem gut vier Minuten dauernden Frontalangriff, den er "The Storm" nennt, geht Eminem mit dem Regierungsstil des US-Präsidenten hart ins Gericht. Dabei spricht er einige der kontroversesten Themen der vergangenen Monate an. Zum Konflikt der US-Regierung mit Nordkorea rappt er: "Wir sollten besser Obama Respekt zollen, weil das, was wir jetzt im Office haben, ein Kamikaze ist, der wahrscheinlich einen nuklearen Holocaust auslösen wird. Und wenn das Drama losgeht, tankt er sein Flugzeug auf und fliegt herum, bis die Bomardements aufhören."

Für das Luxusleben des Präsidenten hat er nur Spott übrig: "Er sagt, er wolle unsere Steuern senken, aber wer bezahlt dann seine extravaganten Ausflüge mit seiner Familie zu seinen Golf-Resorts und seinen Anwesen?" Auch Rassismus wirft der Rapper dem US-Präsidenten vor.

Keine Pro-Trump-Fans erwünscht

Seinen Anhängern macht Eminem klar: "Jeder Fan von mir, der auch ihn unterstützt, für den zeichne ich eine Linie in den Sand. Du bist entweder dafür oder dagegen, und falls du dich nicht entscheiden kannst, [...] auf welcher Seite du stehen willst, dann werde ich es für dich tun. F*** Dich!"

Seine Tirade schließt er mit dem Appell: "Amerika, steh' auf. Wir lieben unsere Soldaten und wir lieben unser Land, aber wir hassen, verdammt nochmal, Trump."

Zahlreiche US-Stars aus dem Rap-, Show- und Sportbereich haben bereits auf Twitter reagiert. Sean John Combs, besser bekannt als Puff Daddy, schrieb: "Eminem hat diesen Scheiß gekillt!!! Dies ist für Colin, macht eine Faust!!!"

Damit spielte er auf Colin Kaepernick an, den ehemaligen Footballstar der San Francisco 49ers, der im vergangenen Jahr als erster aus Protest gegen die Ungleichbehandlung der Schwarzen während des Abspielens der Nationalhymne auf der Bank sitzen geblieben war, anstatt, wie der Rest der Mannschaft, zu stehen. In den vergangenen Wochen waren viele Footballspieler seinem Vorbild gefolgt, manche von ihnen hatten dabei die Faust gehoben, das Zeichen der "Black Power"-Bürgerrechtsbewegung. Kaepernick hatte Eminem ebenfalls in seinem Protest erwähnt. Dieser bedankte sich mit einem Tweet: Er wisse es zu schätzen.

Rapkollege J. Cole schrieb kurz und knapp. "Wow. Rapgott. Danke, Eminem. Starkkkk."

Talkmasterin Ellen DeGeneres schrieb schlicht: 

US-Präsident Trump hat bislang noch nicht auf die Attacke reagiert.

ka/bb (AFP/Twitter)

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