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Kultur

Elektronische Überwachung statt Haft

In Österreich könnten Strafgefangene bereits ab Mitte des Jahres vorzeitig aus der Haft entlassen werden, wenn sie eine so genannte elektronische Fußfessel tragen. Dies kündigte Justizministerin Karin Miklautsch am Dienstag an. Ein sechsmonatiger Test der Fußfesseln habe gezeigt, dass das System zur Überwachung der Häftlinge technisch funktioniere, sagte Miklautsch dem Österreichischen Rundfunk ORF. Miklautsch will das elektronische Überwachungssystem zur Entlastung der überfüllten Gefängnisse in der Alpenrepublik nutzen. Das System könne künftig auch zur Überwachung von Menschen dienen, die bisher in Untersuchungshaft sitzen müssten. In bestimmten Fällen könnten dann auch Strafgefangene entlassen werden. Voraussetzung für die bedingte Haftentlassung von Gefangenen wird danach die Zustimmung zum Tragen der Fußfessel sein, mit deren Hilfe der Aufenthaltsort der Betroffenen jederzeit kontrolliert werden kann. Österreichische Bewährungshelfer halten den Einsatz der Fesseln bei Menschen, die zur Bewährung entlassen wurden, für unnötig, berichtete die Nachrichtenagentur APA am Dienstag. Allerdings könne die elektronische Überwachung eine sinnvolle Alternative zur Haft sein und damit die Integration von Straftätern fördern, meint der Bewährungshilfe-Verein "Neustart".