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Aktuell Amerika

El Salvador: Sánchez Cerén als Präsident vereidigt

Ex-Guerillakommandeur Sánchez Cerén ist neuer Präsident von El Salvador. Er hatte mit hauchdünnem Vorsprung die Stichwahl gegen den rechtskonservativen Kandidaten Norman Quijano gewonnen.

Salvador Sánchez Cerén gehört der linksgerichteten Regierungspartei FMLN an und ist ein Parteifreund des bisherigen Präsidenten Mauricio Funes. Er versprach beim Amtsantritt einen "unermüdlichen Einsatz", um die Probleme des von Gewalt geplagten mittelamerikanischen Landes zu lösen.

Bei der Vereidigungszeremonie vor 6000 geladenen Gästen versicherte Sánchez Cerén, seine fünfjährige Regierungszeit werde von "Ehrlichkeit, Sparsamkeit, Effizienz und Transparenz" geprägt sein.

Der erste Ex-Guerillaführer im Amt

Sánchez Cerén ist El Salvadors erster ehemaliger Guerillaführer im Präsidentenamt. In den Reihen der linken Guerilla Befreiungsfront Farabundo Martí (FMLN) kämpfte er im Bürgerkrieg von 1979 bis 1992 als Kommandant.

Bei seiner Wahl zum Staatsoberhaupt am 9. März lag Sánchez Cerén nur knapp vor dem Bürgermeister der Hauptstadt San Salvador, Norman Quijano von der ultrarechten Arena-Partei. Diese war vor Funes' Amtsantritt im Jahr 2009 fast zwei Jahrzehnte lang an der Macht. Zu der Stichwahl waren rund fünf Millionen Wähler aufgerufen gewesen.

Kampf gegen Armut und Kriminalität

Sánchez Cerén hatte im Wahlkampf versprochen, die in El Salvador grassierende Armut und Kriminalität zu bekämpfen. Rund 40 Prozent der Bevölkerung lebt in Armut, in manchen Stadtvierteln haben Straßengangs das Sagen. Das Land gilt als eines der gefährlichsten weltweit.

haz/mak (dpa, afp, ap)