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Nahost

El-Kaida-Vize al-Sawahiri fordert US-Präsident Bush heraus

In einer Videobotschaft warnt der Terrorchef die USA, neue Truppen in den Irak zu schicken. Gleichzeitig meldet ein US-Fernsehsender, dass El-Kaida-Komplizen versucht haben, in die USA einzureisen.

El Kaida-Vize Aiman al-Sawahiri in einer Videobotschaft von 2004

Warnt die USA: El Kaida-Vize Aiman al-Sawahiri in einer Videobotschaft von 2004

Der zweite Mann an der Spitze des Terrornetzwerks El Kaida, Eiman al-Sawahiri, hat US-Präsident George W. Bush in einer neuen Videobotschaft davor gewarnt, weitere Soldaten in den Irak zu schicken. Ansonsten stünde ihnen ein Schicksal bevor, "schlimmer als alles bisher Gesehene", sagte al-Sawahiri laut einer Übersetzung US- Onlinedienstes Laura Mansfield, der auf die Analyse von Terrorbotschaften spezialisiert ist. Die 15-minütige Aufnahme wurde am Montag im Internet veröffentlicht.

„Der Irak kann das Grab für zehn Armeen sein“

"Wissen sie nicht, dass die Hunde im Irak schon auf die toten Körper ihrer Soldaten warten?", fragte Al- Sawahiri den US-Präsidenten. Bush solle doch gleich alle US-Streitkräfte schicken, damit diese durch die Gotteskrieger ausgelöscht werden könnten. "Der Irak, das Land des Kalifats und des Heiligen Krieges, ist in der Lage, Grab für zehn Ihrer Armeen zu sein", sagte der Stellvertreter Osama bin Ladens. An das amerikanische Volk gewandt sagte Al-Sawahiri, Sicherheit sei ein gemeinsames Anliegen. "Wenn wir sicher sind, könntet auch ihr sicher sein".

US-Präsident Bush

Falsche Irak-Strategie? US-Präsident Bush glaubt an das Konzept der Truppenaufstockung

Bush hatte die Entsendung von weiteren 21 500 US-Soldaten in den Irak angekündigt, die vor allem in der Hauptstadt Bagdad für Sicherheit sorgen sollen. Mit seinen Plänen für die neue Irak-Strategie stieß er nicht nur bei den oppositionellen Demokraten auf Kritik. Auch in den Reihen seiner republikanischen Partei wächst der Widerstand gegen die Entsendung weiterer Truppen. Es wird erwartet, dass Bush in der Nacht von Dienstag auf Mittwoch bei einer Rede zur Lage der Nation erneut für seine neue Irak-Strategie werben wird.

Terroristen planten offenbar mit Studentenvisa einzureisen

Für Schlagzeilen in den USA sorgt auch der jüngste Versuch, von Komplizen des El-Kaida-Netzwerks im Irak, mit Studentenvisa in die USA einzureisen, um dort Anschläge zu verüben. Das berichtete der US-Fernsehsender ABC am Montag unter Berufung auf namentlich nicht genannte Quellen. Bis zu zehn Terroristen sollten in die USA eingeschleust werden - auf die gleiche Art und Weise, wie dies vor den Anschlägen vom 11. September 2001 geschehen war.

Bereits vor einem halben Jahr gab es erste Anzeichen für neue Anschlagspläne: Der Direktor des US-Militärgeheimdiensts DIA, General Michael Maples, hatte in der vergangenen Woche erklärt, bei einer Razzia vor sechs Monaten seien Dokumente beschlagnahmt worden, die auf neue "terroristische Operationen in den USA" hingewiesen hätten. Laut dem Sender ABC steckten diese Pläne aber zum Zeitpunkt ihrer Aufdeckung noch in den Anfängen. Insgesamt deute nichts darauf hin, dass es gelungen sei, Verdächtige in die USA einzuschleusen. (tos)

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