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Kunst

Eiszeit-Höhle wird UNESCO-Welterbe

Die UNESCO hat die Höhlen der ältesten Eiszeitkunst in Baden-Württemberg zum Weltkulturerbe ernannt. Das gab das UNESCO-Komitee in Krakau bekannt.

Die sechs Höhlen liegen im Ach- und Lonetal auf der Schwäbischen Alb. Laut UNESCO zeugen sie von einer der frühesten figurativen Kunst weltweit und liefern wichtige Erkenntnisse über die Entwicklung der Kunst.

Die Höhlen rund um Blaubeuren gelten als eines der wichtigsten Ausgrabungsgebiete für Archäologen. Dort wurde unter anderem 2008 auch die kleine Figur "Venus vom Hohlefels" gefunden. Sie gilt als als ältestes belegtes Kunstwerk weltweit und ist 40.000 Jahre alt. Als erste gesicherte Darstellung eines Menschen ist sie seit 2014 im Urgeschichtlichen Museum von Blaubeuren zu sehen. In der Eiszeithöhle Hohlefels werden aktuell noch Ausgrabungen durchgeführt.

Älteste Menschheitszeugnisse in den Höhlen gefunden

Seit den 1860er Jahren gibt es in den Höhlen Ausgrabungen, sie brachten zahlreiche bis zu 43.000 Jahre alte figürliche Darstellungen zutage, darunter Mammuts, Höhlenlöwen, Pferde und Musikinstrumente, aber auch Frauenkörper und Darstellungen von Mischwesen aus Mensch und Tier. Die Fundstücke gehören zu den ältesten Zeugnissen für eine bewusste künstlerische Betätigung des frühen Menschen. Die wichtigsten Funde aus dem Bereich der Schwäbischen Alb können in Museen in Ulm, Tübingen und Blaubeuren besichtigt werden. Das Welterbe-Komitee tagt bis zum 12. Juli im polnischen Krakau.

so/cr (dpa)

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