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Sport

Eisschnellläufer melden sich zurück

In Sotschi noch disqualifiziert, in Inzell auf dem Podest: Judith Hesse wird Zweite, und auch Patrick Beckert erreicht einen Podestplatz. Skirennläuferin Maria Höfl-Riesch dagegen verliert ihre Weltcup-Führung.

Endlich ein Erfolgserlebnis für die deutschen Eisschnellläufer! Bei den Olympischen Winterspielen in Sotschi war Judith Hesse nach zwei Fehlstarts und der Disqualifikation noch der Pechvogel des Eisschnelllauf-Teams. Dass sie trotz enttäuschend verlaufener Winterspiele derzeit in guter Verfassung ist, bestätigte die 31-Jährige beim Weltcup in Inzell. In 37,86 Sekunden sprintete Hesse auf den zweiten Platz über die 500-Meter-Distanz. Es war die beste Weltcup-Platzierung ihrer Karriere. Hesse verneigte sich nach ihrem Lauf vor dem Publikum und schüttelte ungläubig den Kopf. "Platz zwei ist der absolute Hammer. Ich liebe Inzell, das ist für mich immer eine gute Bahn", sagte die 31-Jährige.

In Abwesenheit von Olympiasiegerin Le Sang-Hwa aus Südkorea ging der Sieg an die US-Amerikanerin Heather Richardson, die im letzten Lauf Hesse den Sieg in 37,85 Sekunden hauchdünn entriss. Den dritten Rang sicherte sich Olga Fatkulina aus Russland (37,89). Trotz des zweiten Platzes war der Eisschnellläuferin das enttäuschende Abschneiden bei den Winterspielen immer noch anzumerken: "Ich habe noch immer Wut im Bauch. Und das wird wahrscheinlich auch in zwei Jahren noch so sein", sagte sie. Über 1500 Meter siegte die Niederländerin Ireen Wüst. Die Olympiazweite, die in Sotschi insgesamt fünf Medaillen gewonnen hatte, stellte in 1:54,03 Minuten einen Bahnrekord auf.

Beckert: "Ich will noch mehr"

Bei den Männern bestätigte Patrick Beckert seine starke Form. Nach Platz sechs über 5000 Meter bei den Olympischen Spielen, fuhr der Langstreckenläufer in Inzell über dieselbe Distanz auf den dritten Platz. Der Sieg ging an den Olympiadritten Jorrit Bergsma aus den Niederlanden vor Sverre Lunde Pedersen aus Norwegen. Olympiasieger Sven Kramer hat seine Saison bereits beendet und war beim Weltcup nicht am Start. "Natürlich freu ich mich über den Podestplatz, aber noch viel lieber hätte ich natürlich eine olympische Medaille gewonnen", sagte Beckert: "Ich glaube, jetzt habe ich bewiesen, dass ich da ganz vorn mithalten kann. Aber ich will noch mehr." In der Weltcup-Gesamtwertung schob sich Beckert vor dem Finale kommende Woche in Heerenveen auf den fünften Platz und hat durchaus noch Chancen, weiter nach vorn zu rücken.

Severin Freund mit toller Aufholjagd

Tolle Aufholjagd: Skispringer Severin Freund. (Foto: dpa)

Tolle Aufholjagd: Skispringer Severin Freund

Nach einer grandiosen Aufholjagd hat Severin Freund beim Skisprung-Weltcup in Trondheim den siebten Platz belegt. Der 25-Jährige katapultierte sich mit 135,5 Metern im Finale von Rang 22 noch weit nach vorne. Im ersten Durchgang war Freund, der zuletzt sechsmal nacheinander auf dem Podest gestanden hatte, bei 126,5 Metern gelandet.

Den Sieg sicherte sich der Norweger Anders Bardal vor Andreas Kofler aus Österreich und Noriaki Kasai aus Japan. "Das ist nicht so tragisch", sagte Freund. Drei Springen vor Saisonende belegt der 25-Jährige im Gesamtweltcup weiterhin Rang drei, der angepeilte Platz auf dem Podium ist nach wie vor in greifbarer Nähe.

Höfl-Riesch verliert Führung

Skirennläuferin Maria Höfl-Riesch hat auf der Zielgeraden der Saison ihre Führung im Gesamtweltcup verloren. Während Viktoria Rebensburg beim zweiten Riesenslalom im schwedischen Are hinter der erneut siegreichen Anna Fenninger aus Österreich einen hervorragenden zweiten Platz belegte, wurde Höfl-Riesch, trotz eines starken zweiten Durchgangs nur Zehnte. Bei noch fünf ausstehenden Rennen hat die 29-Jährige jetzt sieben Punkte Rückstand auf Super-G-Olympiasiegerin Fenninger, aber noch alle Chancen auf den Gesamtsieg.