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Kultur

Eisenman protestiert gegen Ausschluss von Degussa

Der Architekt des Berliner Holocaust-Mahnmals, Peter Eisenman, hat gegen den Ausschluss des Chemieunternehmens Degussa vom Bau heftig protestiert. Das Vorhaben drohe zur Geisel der "political correctness" zu werden, schrieb Eisenman in einem Beitrag für die Wochenzeitung "Die Zeit". "Wäre das Projekt schon in dem Geist begonnen worden, in dem es nun fortgeführt zu werden droht, hätte ich nie mitgewirkt", betonte der Amerikaner.

Degussa habe vorbildlich seine Geschichte aufgearbeitet und sei Vorreiter bei der Einrichtung des Entschädigungsfonds für die NS- Zwangsarbeiter gewesen. Er verstehe zwar, dass Mitglieder der jüdischen Gemeinde, speziell in Deutschland, empfindlich auf den Namen Degussa reagierten. "Indem wir Degussa das Recht an einer Beteiligung absprechen, erlauben wir es der Vergangenheit, uns blind zu machen für all das, was sich bis heute getan hat", betonte Eisenman.

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  • Datum 29.10.2003
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