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Deutschland

Eisbär Knut ist tot

Der weltbekannte Eisbär Knut aus dem Berliner Zoo ist tot. Das Tier starb am Samstag in seinem Becken. Die Ursache ist noch unklar. Knut war 2006 als erster Eisbär seit 33 Jahren im Berliner Zoo zur Welt gekommen.

Arcihifbild von Eisbär Knut (Foto: dpa)

Eisbär Knut ist tot

Seine drei Mitbewohnerinnen Tosca, Nancy und Katjuscha seien bereits eingesperrt gewesen, als sich der Bär ins Wasser begeben habe und urplötzlich gestorben sei, sagte Kurator Heiner Klös aus dem Zoo. Die Todesursache soll durch eine Obduktion am Montag oder Dienstag geklärt werden. Um das Tier zu bergen, musste das Wasser aus dem Becken gelassen werden. Augenzeugen berichteten von einer Art Anfall, den das Tier im Wasser erlitten habe.

Der "weltbekannteste Bär"

Nach den Worten des Zoomitarbeiters war Knut "eine Tierpersönlichkeit" mit vielen Freunden in aller Welt. Knut sei der "weltbekannteste Bär" in der Zoolandschaft gewesen. Auch die Mitarbeiter des Tiergartens seien geschockt, sagte Klös. Etwa 600 bis 700 Zoo-Besucher hätten den Tod des Bären beobachtet.

Tierschützer: Knut ist nicht an Altersschwäche gestorben

Knut war am 5. Dezember 2006 als erstes Eisbärenbaby seit 33 Jahren in Berlin geboren worden. Mutter Tosca verstieß den Eisbären, deshalb wurde er von Hand aufgezogen. Pfleger Thomas Dörflein wurde durch die erfolgreiche Aufzucht von Knut weltweit bekannt. Der 44-Jährige starb am 22. September 2008 an einem Herzinfarkt.

Eisbären-Baby Knut (Foto: AP)

Er rührte alle: Knut als Baby im Berliner Zoo

Der Bärenexperte Thomas Pietsch vom Tierschutzverein "Vier Pfoten" sagte der Nachrichtenagentur dapd, gut vier Jahre seien "kein Alter" für einen Eisbären. "Knut ist bestimmt nicht an Altersschwäche gestorben", betonte er. Was der Auslöser für den plötzlichen Tod des Tieres sei, wolle er aber nicht mutmaßen. Die Tierschutzorganisation Peta erhob hingegen schwere Vorwürfe gegen den Berliner Zoo. "Insbesondere die Zusammenführung in einem Gehege mit den drei Bärendamen Tosca, Katjuschka und Nancy konnte nicht gut gehen. Für jeden Laien ersichtlich stand Knut unter enormen Stress", hieß es in einer Mitteilung.

Der Regierende Bürgermeister Klaus Wowereit sagte der Tageszeitung "B.Z." (20.03.2011) zum Tod von Knut: "Das ist entsetzlich. Wir alle hatten ihn ins Herz geschlossen. Er war der Star des Berliner Zoos."

Autor: Marko Langer (dapd, dpa)
Redaktion: Walter Lausch