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Türkei

Einzelhaft Peter Steudtners in Türkei beendet

Für den in der Türkei inhaftierten Menschenrechtler Peter Steudtner haben sich die Haftbedingungen etwas gebessert. Er befindet sich inzwischen nicht mehr in Isolationshaft.

Einer seiner Anwälte sagte, Steudtner sei in eine Zwei-Mann-Zelle verlegt worden. Die Haftbedingungen in dem Gefängnis westlich von Istanbul seien aber nach wie vor schwierig. Besonders Steudtners schwedischer Kollege Ali Gharavi habe darunter zu leiden, da ihm wichtige Medikamente verweigert würden. Wenn er diese nicht einnehme, würden sich seine psychischen Probleme verschlimmern, so der Anwalt.

Mit dem Gefängnispsychologen könne sich Gharavi nicht verständigen, was gesetzeswidrig sei. Er habe das volle Recht, mit einem Arzt zu sprechen, der Englisch kann, sagte der Anwalt. Gharavi sei inzwischen mit einem Häftling zusammengelegt worden, der aber auch nur Türkisch spreche, sagte der Anwalt.

Einspruch gegen Haftbedingungen

Die Situation von Steudtner sei deutlich besser. Dieser sei nun mit einem 21-jährigen Häftling in einer Zelle, der Englisch spreche und mit dem er sich gut verstehe. Die Anwälte legten nach eigenen Angaben weiter Einspruch gegen die Haftbedingungen ein. Sie fordern unter anderem eine Zusammenlegung von Steudtner und Gharavi.

Steudtner, Gharavi und acht türkische Menschenrechtler waren am 5. Juli bei einem Seminar in Istanbul festgenommen worden. Gegen acht der insgesamt zehn Beschuldigten wurde danach Untersuchungshaft verhängt. Ihnen wird Terrorunterstützung vorgeworfen.

HF/fab (dpa, afp)

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