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Amerika

Eintrittsgeld für die USA

Wer ohne Visum in die USA einreist, muss ab sofort eine Einreisegebühr in Höhe von 14 US-Dollar zahlen. Sie gilt beispielsweise für viele Touristen aus Europa.

Fotomontage: US-Flagge und POrträt von Barack Obama vor dem Capitol (Foto: ap)

Freut sich über mehr Geld von Touristen: US-Präsident Barack Obama

Die Gebühr wird seit diesem Mittwoch (08.09.2010) für alle Europäer fällig, deren Länder am Programm für visafreies Reisen teilnehmen. Das trifft auch für deutsche Staatsbürger zu. Die Einreisegebühr gilt auch für Kinder sowie für Durchreisende die beispielsweise einen US-amerikanischen Flughafen nur zum Umsteigen benutzen. Als Zahlungsmittel akzeptieren die USA nur Kredit- oder Debitkarten der Firmen MasterCard, Visa, American Express und Discover.

Gebühr wird bei Online-Anmeldung fällig

Zwei Flugzeuge vor dem Flughafen Los Angeles (Foto: ap)

Selbst wer in Los Angeles nur zwischenlandet, zahlt

Jeder, der für bis zu 90 Tage in die USA reisen möchte und kein Visum hat, muss vor Reisebeginn einen Antrag auf eine Einreise-Erlaubnis stellen. Diesen Antrag stellt man über das Internet-basierte System ESTA (Electronic System for Travel Athorization). Von der Gebühr in Höhe von 14 US-Dollar (rund 10,90 Euro) sollen vier Dollar die Kosten für das System ESTA abdecken. Zehn Dollar sollen der Förderung des Tourismus, beispielsweise durch Werbekampagnen, dienen. Die elektronische Einreiseerlaubnis ist zwei Jahre gültig und berechtigt zu mehreren Einreisen in die USA. Mit der elektronischen Genehmigung werden die grünen Formulare, die Reisende bisher im Flugzeug oder Schiff ausfüllen mussten, überflüssig. Wie bei den grünen Formularen muss man auch bei der Online-Anmeldung Name, Geburtsdatum und Reisepassnummer angeben sowie diverse Ja-Nein-Fragen zum Gesundheitszustand und zu einer möglichen Mitgliedschaft in einer terroristischen Vereinigung beantworten. Der Deutsche ReiseVerband (DRV), der die deutschen Reiseveranstalter und Reisebüros vertritt, empfiehlt, den Online-Antrag so früh wie möglich zu stellen, spätestens 72 Stunden vor der Abreise.

Kritik an der Einreisegebühr

Vor der Einführung der Einreisegebühr hatte sich die EU bereits kritisch geäußert. Die für innere Sicherheit zuständige EU-Kommissarin Cecilia Melmström hatte in einer Erklärung ihren Unmut zum Ausdruck gebracht: "Ich habe mich mehrfach besorgt über diese Gebühr gezeigt, und ich bleibe davon überzeugt, dass diese neue und nur für Reisende ohne Visa geltende Regelung unvereinbar mit der Verpflichtung der USA zur Erhöhung der transatlantischen Mobilität ist."

Der deutsche Automobilclub ADAC hatte die Einreisegebühr ebenfalls im Vorfeld kritisiert, da sie seiner Meinung nach keine Gegenleistung für den Urlauber enthält. Der ADAC schätzt, dass die USA mit der Gebühr rund 600 Millionen Euro zusätzlich einnehmen werden. Auch der Deutsche Reiseverband hat scharfe Kritik an der Einreisegebühr geübt. "Die Gebühr ist eine zusätzliche Belastung für US-Reisende", sagte Torsten Schäfer, der Sprecher des Deutschen Reiseverbands, am Mittwoch (08.09.2010) in Berlin. USA-Reisen werden für Deutsche mit Beginn des kommenden Jahres durch die neue Flugticketsteuer der Bundesregierung ohnehin schon teurer. Die Steuer beträgt für einen Flug in die USA 45 Euro pro Flugticket.

Autor: Marco Müller (dpa, afp)
Redaktion: Mirjam Gehrke

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