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Kultur

Eintopf+Curry+Arsen = Tod x Tod

In einem spektakulären Prozess um eine Massenvergiftung bei einem Sommerfest in Japan ist am Mittwoch eine 41 jährige Japanerin zum Tode verurteilt worden. Das Gericht in der westlichen Stadt Wakayama befand die frühere Versicherungsvertreterin Masumi Hayashi für schuldig, zwei Erwachsene und zwei Kinder mit arsenverseuchtem Curry Eintopf umgebracht zu haben. Bei dem Anschlag im Juli 1998 hatten 63 weitere Festbesucher Vergiftungen erlitten.

Die Staatsanwaltschaft hatte sich ausschließlich auf Indizien gestützt. Ermittler hatten in der Küche der Angeklagten Arsen gefunden, das mit dem in den Currytöpfen gefundenen Gift übereinstimmte. Zum Motiv hatte die Staatsanwaltschaft erklärt, Hayashi sei von den anderen Hausfrauen in der Nachbarschaft gemieden worden. Aus Wut über die Haltung ihrer Nachbarn habe sie sich entschlossen, diese mit Arsen zu töten.

Ähnliche Fälle soll sie mit ihrem Mann schon zuvor mehrfach eingefädelt haben. Wegen Versicherungsbetrugs verbüßt der 57-jährige frühere Kammerjäger eine sechsjährige Haftstrafe. Der Prozess gegen seine Frau hatte Aufsehen erregt. In den Wochen nach dem Anschlag auf das Sommerfest in Wakayama war es an mehreren Orten in Japan zu einer ganzen Serie von Lebensmittelvergiftungen mit Todesopfern gekommen.

  • Datum 11.12.2002
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  • Permalink http://p.dw.com/p/2yxM
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