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Kultur

"Einstein on the Beach" - Wiederaufführung der Oper in Berlin

Das Meisterwerk der Minimal-Musik-Oper von Philip Glass und Robert Wilson wird in der ehemaligen "Staatsbank" der DDR in Berlin neu aufgeführt.

Es gibt kein Libretto, keine Figuren, nur Zahlen und Silben, die Tonhöhen angeben, und visuelle Vorstellungen. "Einstein on the Beach" ist ein Meisterwerk der Minimal-Musik-Oper. Das Gemeinschaftswerk von Philip Glass und Robert Wilson revolutionierte in den 70er Jahren das Musiktheater. Die letzte Inszenierung von Achim Freyer, 1989 an der Stuttgarter Oper, war so misslungen, dass Glass und Wilson ein Aufführungsverbot verhängten. Jetzt gelang es der Künstlergruppe "Labor für angewandte Musik", Robert Wilson von ihrem Konzept zu überzeugen. "Einstein on the Beach" wird nun in der ehemaligen "Staatsbank" der DDR in Berlin neu aufgeführt.

Als idealen Aufführungsort für die Oper "Einstein on the Beach" will Regisseur Berthold Schneider die ehemalige "Staatsbank" der DDR sofort erkannt haben, als er die Räumlichkeiten erstmals betrat. Die Herausforderung, das Stück neu zu inszenieren, hat die Künstlergruppe "Labor für angewandte Musik" mit einem spannungsvollen Experiment gemeistert.

Hiroshima im Blick

Angefangen hatte alles in einem New Yorker Café, wo sich der Komponist Philip Glass und der Theatermann Robert Wilson kennen lernten. Die Idee eines Gemeinschaftsprojektes wurde geboren, obwohl zunächst nur klar war, dass das Stück überlang sein und eine große Persönlichkeit im Zentrum stehen sollte. Chaplin, Hitler und Gandhi wurden zu Gunsten des großen Mathematikers und Musikliebhabers Albert Einstein verworfen. Beide Künstler waren Bewunderer Einsteins, in den Nachkriegsjahren aufgewachsen und standen noch stark unter dem Eindruck der nuklearen Katastrophe Hiroshima. So wurde die Oper "Einstein on the Beach" als metaphysischer Blick auf den Humanisten und Wissenschaftler und seine unheilvolle Entdeckung intendiert.

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