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Aktuell Nahost

Einreise-Verbot für Palästina-Aktivisten

Einmal mehr sind Mitglieder der Initiative "Willkommen in Palästina" an der Einreise ins Westjordanland gehindert worden. Die etwa 100 Aktivisten wollten mit Bussen von Jordanien aus in das Palästinensergebiet fahren.

Die pro-palästinensischen Teilnehmer der Aktion kamen aus mehreren europäischen Ländern und den USA. Ziel der Aktion sei es gewesen, Schulmaterialien an Kinder in dem von Israel besetzten Gebiet zu verteilen, sagte eine Sprecherin der Initiative. Den ersten Bus hätten israelische Grenzschützer am Allenby-Übergang zur Umkehr gezwungen, der zweite sei dann von den jordanischen Sicherheitskräften gar nicht erst bis zur Grenze durchgelassen worden.

Kritik an der internationalen Isolation

Mitglieder von "Willkommen in Palästina" versuchen immer wieder, mit Solidaritätsaktionen auf die internationale Isolation des Westjordanlandes aufmerksam zu machen. Bereits im April dieses Jahres und im Juli 2011 waren Aktivisten der Gruppe an der Einreise ins Westjordanland gehindert worden. Damals hatten sie allerdings versucht, per Flugzeug über den israelischen Ben-Gurion-Flughafen in Tel Aviv einzureisen. Diesmal wählten sie den Landweg über Jordanien - ebenfalls erfolglos.

Auf ihrer Internetseite beklagt die Initiative die Blockade des besetzten Westjordanlandes und des Gazastreifens als unmoralisch und illegal und fordert die israelische Regierung zum Einlenken auf. Israel wiederum bezeichnet die internationalen Aktivisten als Unruhestifter und Provokateure und hält an den Einreiseverboten fest.

mak/qu (afp, dpa)