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Welt

Einmal studieren – zwei Abschlüsse bekommen

Immer mehr Studenten gehen für eine Weile ins Ausland, um dort zu studieren. Mittlerweile gibt es in Europa Studiengänge, die es ermöglichen an zwei Universitäten gleichzeitig einen Abschluss zu erlangen.

Jagiellonen-Universität, Collegium Novum in Krakau (Foto: Agata Kwiecińska)

Die Jagiellonen-Universität gibt es schon seit 600 Jahren in Krakau

Die Jagiellonen-Universität in Krakau blickt auf eine über 600-jährige Geschichte zurück. Sie gilt als eine der Top-Adressen für ein Studium der Wirtschafts- oder Gesellschaftswissenschaften. Die Universität bietet gleich zwei Studiengänge an, an deren Ende ein begehrtes Doppel-Master-Diplom steht. Das bedeutet, die Studenten erhalten ihre Abschluss-Urkunde von zwei Universitäten.

Für die jungen Leute heißt das, dass sie einen Teil ihrer Studienzeit im Ausland an einer Partner-Universität verbringen. Die Doppel-Master in Krakau gibt es für die Bereiche Ökonomie und Europawissenschaften. Partner-Universität für Ökonomie ist zum Beispiel das renommierte britische University College London.

Studenten müssen Aufnahmebedingungen erfüllen

Karolina Czerska-Show, Doktorantin an der der Jagiellonen-Universität (Foto: Agata Kwiecińska)

Karolina Czerska-Show: "Wir kooperieren mit sieben europäischen Universitäten"

Für die Studenten gelten strenge Aufnahmebedingungen. Studierende aus EU-Ländern müssen zum Beispiel ein Stipendium des Erasmus-Mundus-Programmes vorweisen können. Das ist ein Stipendienprogramm, der Europäischen Kommission. Krzysztof Byrski, Mitarbeiter des Service-Büros für ausländische Studenten an der Jagiellonen-Universität, erläutert, dass auf diese Weise die besten und ehrgeizigsten jungen Leute in den Genuss des Studiums kommen. Mit Finanzsorgen müssten sich die Studenten dann nicht mehr herumschlagen. Das Erasmus Mundus-Stipendium sei mit rund 15.000 Euro im Kalenderjahr hoch dotiert. Für EU-Stipendiaten fielen zudem keine Studiengebühren an.

Anders sieht es mit Bewerbern aus Ländern außerhalb der EU aus. Bei ihnen ist das Erasmus Mundus-Stipendium keine Bedingung, um an einem der Doppel-Master-Studiengänge teilnehmen zu können. Allerdings müssen sich die Bewerber einem Aufnahmetest stellen. Außerdem fallen für sie Studiengebühren an: 4000 Euro im akademischen Jahr für Europawissenschaften und 5000 Euro für Ökonomie.

Lehrveranstaltungen sind auf Englisch

Studention Particia Paixao (Foto: Agata Kwiecińska)

Patricia strebt einen Doppelmaster in Europawissenschaften an

Die Studentin Patricia Paixão aus Portugal hat sich für einen Doppelmaster in Europawissenschaften entschieden. Bei diesem Studiengang konnte sie noch eine weitere Spezialisierung wählen. Sie schrieb sich für Europäische Kultur ein. Besonders gut gefällt ihr, dass das Studium sehr breit und umfassend angelegt sei. Ihre Kommilitonin Iliana Martines aus Mexiko gefällt es, dass sie in Polen einen sehr guten Eindruck von Osteuropa bekommen kann.

Die Veranstaltungen im Doppel-Master-Studium werden in englischer Sprache abgehalten. Der Studiengang ist auf zwei Jahre angelegt. Karolina Czerska-Show leitet den Bereich Europäische Kultur bei den Europawissenschaften. Sie weist vor allem auf die internationale Ausrichtung des Studiums hin. Es gebe sieben weitere europäische Universitäten, mit denen nur die Jagiellonen-Universität kooperiere.

Auch Berufstätige können sich bewerben

Die Doppel-Master-Studiengänge richten sich nicht nur an jüngere Studenten. Auch bereits berufstätige Hochschul-Absolventen können sich bewerben. Der Studiengang Europawissenschaften bereitet zum Beispiel auf hoch qualifizierte Arbeitsplätze in Institutionen der Europäischen Union, in staatlichen Behörden, im Bildungssektor und den Medien vor.

Unter Studenten ist Krakau recht beliebt. Viele alte Baudenkmäler sind erhalten geblieben und das Stadtbild ist von historischen Gebäuden geprägt. Es gibt ein Königsschloss im Stil der Renaissance, einen großen Marktplatz mit vielen Bürgerhäusern und unzähligen Kellerkneipen. Dort können die Studenten arbeitsreiche Tage stilvoll ausklingen lassen.

Autorin: Agata Kwiecińska
Redaktion: Pouyeh Ansari

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