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Aktuell Afrika

Einkaufszentrum in Accra eingestürzt

In Ghana ist ein Shopping-Zentrum zusammengebrochen. Zunächst wurde für etwa 50 Verschütteten das Schlimmste befürchtet. Aber dann konnten Helfer mehr als 40 Menschen lebend unter den Trümmern hervorziehen.

Rettungsmannschaften suchen in den Trümmern des Einkaufszentrums nach Überlebenden (Foto: Reuters)

Ghana - eingestürtztes Einkaufszentrum in Accra

Über die Zahl der Todesopfer gibt es unterschiedliche Darstellungen. Eine Leiche sei geborgen worden, teilte das Katastrophenmanagement in der ghanaischen Hauptstadt Accra mit. Lokale Medien berichteten hingegen, dass drei weitere, zunächst lebend geborgene Menschen später im Krankenhaus gestorben seien.

Nach dem Einsturz eines neuen mehrstöckigen Einkaufszentrums haben Einsatzkräfte die meisten Verschütteten gerettet. "Wir haben 41 Menschen gefunden – alle lebend", sagte Winfred Tasia vom nationalen Katastrophenmanagement der Nachrichtenagentur dpa.

Shopping Center erst im Februar eröffnet

Nach Angaben Tasias hielten sich zum Zeitpunkt des Unglücks etwa 50 Mitarbeiter und Passanten in der Melcom-Shopping-Mall auf. Ein Arbeiter sagte, zum Zeitpunkt des Einsturzes seien die Geschäfte noch nicht geöffnet gewesen. Das Melcom Center in dem Vorort Achimota war erst im Februar eröffnet worden. Die Unglücksursache ist unklar. Die Eigentümer des Gebäudes wollten sich dazu nicht äußern.

Rettungsmannschaften suchen in den Trümmern des Einkaufszentrums nach Überlebenden (Foto: Reuters)

Rettungsmannschaften suchen in den Trümmern des Einkaufszentrums nach Überlebenden

Der Präsident Ghanas, Dramani Mahama, beauftragte Vize-Präsident Kwesi Amissah-Arthur sowie weitere hochrangige Politiker damit, die Rettungsarbeiten zu koordinieren. Er erklärte den Einsturz zur nationalen Tragödie. Im Online-Kurznachrichtendienst Twitter schrieb der Präsident, er bete für alle, die unter den Trümmern feststeckten. Wegen des Unglücks werde er den Wahlkampf für die Präsidentschafts- und Parlamentswahlen Anfang Dezember unterbrechen.

Zunächst hatten zahlreiche Schaulustige die Rettungsarbeiten behindert. Einige nutzten offenbar die chaotische Situation aus und plünderten herumliegende Waren aus dem Kaufhaus. Sondereinheiten der Armee und der Polizei gelang es jedoch, das Gelände abzuriegeln.

kle/mak (dpa, afp, dapd, rtre)