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Afrika

Einigung zwischen Nord- und Südsudan

Fünf Jahre nach Abschluss des Friedensabkommens der sudanesischen Regierung mit den Rebellen im Süden haben sich beide Seiten auf demokratische Reformen geeinigt. Damit sind wichtige Punkte des Friedensabkommens erfüllt.

Vizechef der regierenden Nationalpartei und Präsidentenberater Nafie Ali Nafie (Foto: AP)

Auf dem Weg zum Frieden? Der sudanesische Vizechef der NCP Nafie Ali Nafie

Vor den für kommendes Jahr geplanten Parlamentswahlen und dem für 2011 vorgesehenen Referendum über die Unabhängigkeit des Südsudan sei eine Einigung über demokratische Reformen erzielt worden. Das teilte der Vizechef des regierenden National-Kongresses (NCP), Nafie Ali Nafie, am Sonntag (13.12.2009) in Khartum mit. Mit dieser Übereinkunft haben man "die Krise zwischen beiden Partnern aus dem Weg geräumt", hieß es von Seiten der ehemaligen südsudanesischen Rebellenbewegung SPLM.

Wahlen auf April 2010 verschoben

Das Friedensabkommen vom Januar 2005 hatte den jahrzehntelangen Bürgerkrieg zwischen dem muslimischen Norden und dem vorwiegend von Christen bewohnten Süden des Landes beendet. In den vergangenen Monaten hatte es immer wieder Streit um die Modalitäten der Wahl gegeben. So war der geplante Urnengang zuletzt um zwei Monate auf April 2010 verschoben worden. Erstmals seit 1986 sind bei den Wahlen im Sudan mehrere Parteien zugelassen.

Ein Konvoi mit neuen Flüchtlingen kommt im Flüchtlingscamp von Zamzam in der Nähe von Darfur an (Foto: AP)

Die Zahl der Flüchtlinge im Sudan ist 2009 deutlich gestiegen

Ungeachtet der Friedensbemühungen zwischen sudanesischer Regierung und den Rebellengruppen hat die Hilfsorganisation "Ärzte ohne Grenzen", das Jahr 2009 für den Südsudan als das gewalttätigste seit Unterzeichnung des Friedensabkommens bezeichnet. In einem am Montag (14.12.2009) veröffentlichten Bericht heißt es, die Zahl der Angriffe und Kämpfe sei deutlich gestiegen. Zudem befänden sich unter den Opfern der Auseinandersetzungen immer häufiger Frauen und Kinder.

Gewalt im Südsudan eskaliert

Nach Angaben der Hilfsorganisation wurden rund 250.000 Menschen durch die Gewalt im Land vertrieben. Nach ihrer Flucht lebten die Menschen unter gefährlichen Bedingungen, die oftmals Krankheiten und Mangelernährung zur Folge hätten. "Ärzte ohne Grenzen" fordert internationale Geldgeber und Hilfsorganisationen auf, das volle Ausmaß der Krise anzuerkennen und Hilfsleistungen für den Sudan besser zu koordinieren.

Autorin: Stephanie Gebert (afp, ap, kna)

Redaktion: Christine Harjes

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